Grüne: Wahlkampf-Abschluss in Wien

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Grüne: Wahlkampf-Abschluss in Wien

Mit Unterstützung von Alt-Parteichef Alexander Van der Bellen haben die Grünen Samstagfrüh am Donaukanal in Wien ihren Wahlkampfabschluss begangen. Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek wiederholte dabei ihre Wahlkampfthemen Ökologie, Energiewende, Lebensmittelsicherheit, Sozial- und Menschenrechtspolitik. "Wir stehen dafür, dass wir ein stärkeres Europa wollen", betonte sie.

Trotz drückender Hitze im Glaspavillon der "Adria Wien" ließ es sich die Spitzenkandidatin nicht nehmen, vor etwa 100 Unterstützern nochmals aufzulisten, warum man ihrer Partei eine Stimme bei der Europawahl am Sonntag geben solle. Nur auf die Grünen sei bei der Ablehnung der Atomenergie, dem Widerstand gegen das EU-USA-Freihandelsabkommen TTIP, dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung und eine menschliche Flüchtlingspolitik Verlass, betonte sie.

Das heutige Europa sei von zwei Seiten bedroht, nämlich von Rechts- und Rechtsaußenparteien sowie von Konzernen und Lobbyisten etwa im Agrar- und Energiebereich. Vieles, wie etwa die Saatgutverordnung, hätten die Grünen zuletzt verhindern können. Daher sei klar: "Deine Stimme ist wichtiger, als du denkst." Erstmals gebe es für die österreichischen Grünen die reelle Chance, ein drittes Mandat zu schaffen.

Van der Bellen sprach von einer "ganz wichtigen Auseinandersetzung zwischen jenen, die aus Europa etwas machen wollen und denen, die Europa im Grunde zerstören wollen". Letztere, vom Ex-Bundessprecher als "Kleinstaatereispezialisten" und "Kirchturmspolitiker" geschmäht, würden schlechter abschneiden, als die Medien glaubten, zeigte er sich hoffnungsfroh.

Bundessprecherin Eva Glawischnig beglückwünschte Lunacek zu ihrem Wahlkampf. "Du hast das supertoll gemacht." Auch seitens der Partei sei das Engagement sehr hoch gewesen. Beeindruckt habe sie die Hartnäckigkeit der Spitzenkandidatin im Überzeugen der Menschen. Im Unterschied zu anderen Parteien seien die Grünen Kandidaten "politische Menschen, die das Europaparlament ganz dringend braucht."

Wichtig sei nun, die Menschen zum Wählen zu bewegen, sagte Glawischnig. "Wir haben keine Stimme zu verschenken. Europa braucht grüne Stimmen."
 

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