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Die meisten Briefwähler haben gewählt

EU-Wahl

Die meisten Briefwähler haben gewählt

Die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl droht zwar die niedrigste aller Bundeswahlen zu werden. Bei den Briefwählern zeichnete sich das aber nicht ab. Bis Freitag war der Rücklauf mit bis zu 80 Prozent etwa gleich gut wie bei der Nationalratswahl 2013. Allerdings wurden für die EU-Wahl um ein Drittel weniger Wahlkarten angefordert als für die Nationalratswahl.

Zwischen 60 und 82 Prozent der (österreichweit 444.037) Wahlberechtigten, die Wahlkarten angefordert hatten, hatten Freitagnachmittag ihre Stimme schon abgegeben, ergab ein Rundruf der APA bei den Wahlbehörden der Landeshauptstädte. Damit war der Rücklauf schon recht gut - obwohl die Briefwähler noch bis Samstag früh Zeit haben. Denn die Post leert heuer erstmals österreichweite alle Briefkästen auch am Samstag (ab 9.00 Uhr) noch einmal.

Üblicherweise werden bei Bundeswahlen rund 80 Prozent der Wahlkarten zur Stimmabgabe per Post oder in Wahllokal in einem "fremden" Wahlkreis verwendet (wie viele in einem "fremden" Wahllokal im eigenen Wahlkreis abgegeben werden, wird nicht erhoben). Die "klassische" Wahlkartenwahl am Sonntag wurde für die EU-Wahl sogar erleichtert: Wahlkarten kann man jetzt in jedem Wahllokal Österreichs abgeben oder auch bei den Bezirkswahlbehörden - und das nicht nur persönlich, sondern auch durch einen Boten.

Den besten Rücklauf vermeldete am Freitag St. Pölten: Dort waren schon zu Mittag (bis 12.00 Uhr konnte man noch beantragen) mehr als 80 Prozent der ausgestellten Wahlkarten wieder ausgefüllt zurück bei den Wahlbehörden. In Salzburg-Stadt waren es 77 Prozent - und man rechnete mit dem "bewährten Schnitt" von 80 Prozent per Briefwahl. Eisenstadt und Klagenfurt meldeten 76 Prozent, Innsbruck 72, Wien etwas über 60 und Graz 60 Prozent. In Vorarlberg gab es sogar eine Rücklaufquote für das ganze Land: Bei den vier Bezirkswahlbehörden waren schon 75 Prozent der ausgestellten Wahlkarten wieder eingelangt. Keine Auskunft erteilte die Wahlbehörde der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz.

Dort verwies man auf Sonntag 17.00 Uhr. Denn da ist österreichweit Wahlschluss - sowohl an den Urnen (zumindest die Wiener und Innsbrucker haben so lange Zeit) als auch für die Briefwähler. Die Briefwahlstimmen werden allerdings nicht gleich am Sonntag ausgezählt. Das EU-Wahlergebnis samt allen Wahlkarten wird erst Montagabend bekannt gegeben. Und wenn die Wahl, wie die Umfragen nahe legen, tatsächlich knapp ausgeht, könnten die Kartenwähler das letzte Wort sprechen: Denn die mehr als 444.000 angeforderten Wahlkarten machen fast sieben Prozent der mehr als 6,4 Millionen Wahlberechtigten aus.

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