Ein Zitter-Präsident für neue Zeiten

Wolfgang Fellner

Ein Zitter-Präsident für neue Zeiten

Was für eine Wahl! Knapper als bei dieser Hofburg-Wahl kann ein Ergebnis nicht ausfallen. Alexander Van der Bellen hat gegen alle Wetten (nur in dieser Kolumne wurde sein Erfolg vorhergesagt) das Duell gegen den großen Favoriten Norbert Hofer gewonnen – aber erst in der „Verlängerung“ der Briefwahl-Auszählung und nur mit 0,3 %.

Sieger sind die Linken – aber auch HC Strache
Zurück bleibt nach dieser Wahl ein gespaltenes Land – genau 50 : 50 geteilt in rechten Nationalismus mit hartem Anti-Asyl-Kurs und links-grüne Schwärmerei mit viel Willkommens-Kultur.

Gewonnen hat der links-liberale Kurs von Van der Bellen, der gut zum links-liberalen Neustart von SP-Chef Christian Kern passt. Ab sofort wird das Land von zwei Linken in eine rot-grüne Richtung geführt – unter dem Jubel der rot-grünen Wiener SPÖ. Die Flüchtlings-Obergrenze wird es dabei ebenso nicht „spielen“ wie einen Grenzzaun – der harte Anti-Asyl-Kurs von ÖVP und rot-blauer SPÖ-Fraktion hat verloren.

Gewinner des Wahl-Thrillers sind aber auch die FPÖ und HC Strache
Dass die FPÖ mal 49,7 % der Stimmen erreichen wird, hätte sich selbst Jörg Haider nicht träumen lassen. Für Strache ist das 
die ideale Startrampe für Neuwahlen 2017.

Unser Land braucht nach dem Emotions-Overkill dieser Brutal-Wahl einen Neustart ohne Hysterie – mit Beruhigung, aber mit Reformen. Dafür kann Van der Bellen stehen – als der stille Präsident.

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