ÖSTERREICH-Interview

© Ferrigato

"Bald fahren 250.000 E-Autos"

ÖSTERREICH: Die Grünen fordern einen kompletten Öl-Ausstieg. Ist das für Sie realistisch?

Niki Berlakovich: Die Grünen springen damit auf einen fahrenden Zug auf. Ich habe schon zu Beginn der Ereignisse im Golf von Mexiko gesagt: Das ist das Tschernobyl der Ölbranche. Meine Forderung ist jedenfalls klar: Ich will ein energieautarkes Österreich und viele Green Jobs schaffen.

ÖSTERREICH: Selbst wenn die Energiestrategie bis 2020 umgesetzt wird, würde rund die Hälfte unseres Energiebedarfs durch Öl und Erdgas gedeckt werden.

Berlakovich: Das Ziel ist, in 10 Jahren 34 Prozent des Bedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken. Klar ist, dass der Ausstieg nicht von heute auf morgen geht, aber wir wollen beweisen, was möglich ist.

ÖSTERREICH: Wir zahlten nach Berechnungen der Grünen bislang 176 Mio. Euro für CO2-Verschmutzungsrechte, der Betrag könnte auf 1 Mrd. Euro anwachsen.

Berlakovich: Das ist reine Spekulation. Wichtig ist das Klimaschutzgesetz, wo ich eine Einigung zwischen Bund und Ländern herbeiführen konnte. Im Übrigen wird der Preis für die Äquivalente an der Börse gebildet und ist so nicht prognostizierbar.

ÖSTERREICH: Sie wollen die E-Mobilität fördern und ausbauen. Gibt es schon einen Fahrplan?

Berlakovich: Bis 2020 möchte ich 250.000 Elek¬tro-Autos in Österreich haben, die normale Autos ersetzen. Ich bin auch der erste Minister, der mit einem Elektroauto unterwegs ist.

ÖSTERREICH: Kommt die CO2-Steuer?

Berlakovich: Ich will das Steuersystem ökologisch umbauen, Umweltfreundlichkeit soll belohnt werden. Für Einzelbelastungen bin ich sicher nicht zu haben. Es muss einen so¬zialen Ausgleich geben.

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