01. Juli 2011 15:27

Energie-Gipfel im Kanzleramt 

Jetzt kommt das Pickerl für Atom- Strom

Kritik kommt von den Grünen und Umweltschutzorganisationen.

Jetzt kommt das Pickerl für Atom- Strom
© TZ ÖSTERREICH

Jetzt bekommt unser Strom ein Mascherl. Beim großen Anti-Atomstrom-Gipfel gestern im Kanzleramt einigten sich Vertreter von Regierung, Energiewirtschaft und Umwelt-NGOs darauf, dass die Herkunft von Strom künftig gekennzeichnet sein muss. „Wir wollen keinen ,grauen Strom‘ mehr, von dem wir nicht wissen, woher er kommt“, erklärte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). „Das ist ein erster Schritt, damit wir in Österreich bis 2015 überhaupt keinen Atomstrom mehr haben.“

Zum Gipfel hat Faymann 15 Teilnehmer geladen, darunter Vizekanzler Michael Spindelegger, die Minister Hundstorfer, Bures (beide SPÖ), Mitterlehner und Berlakovich (beide ÖVP) ­sowie Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber und EVN-Chef Peter Layr.

Mit der Strom-Kennzeichnung soll für die Kunden sichtbar werden, wie viel Atomstrom sie beziehen. Bisher ist das höchstens im Kleingedruckten zu finden. Derzeit werden nach Österreich etwa sechs Prozent Atomstrom geliefert. Bei rund 18 Prozent „Graustrom“ ist die Herkunft nicht feststellbar.

Glawischnig kritisiert „Ankündigungsgipfel“

Für die politische Umsetzung ist eine Verordnung zur Herkunftszertifizierung bereits in Begutachtung. Bis der Kunde die Zertifizierung aber auf der Rechnung sieht, wird es aufgrund der schwierigen technischen Umsetzbarkeit noch dauern: „Ich rechne bis spätestens 1. 1. 2013 damit“, sagt Alexander Egit von Greenpeace. Zu diesem Datum will Egit auch schon den Komplettausstieg.

Dazu plant Faymann im Herbst einen neuen Gipfel: „Dann werden wir prüfen, welche rechtlichen Schritte es gibt, um zu verhindern, dass wir Atomstrom importieren.“
Die Grünen kritisierten, dass konkrete Maßnahmen in Richtung atomstromfreies Österreich beim Gipfel fehlten: „Der heutige Anti-Atom-Gipfel ist zu einem Ankündigungsgipfel der Regierung verkommen“, sagte Bundessprecherin Eva Glawischnig.

Skurril: Für diese Kritik wurden die Grünen von Greenpeace und Global 2000 heftig kritisiert.

Autor: D. Knob

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6 Postings
hannes987 meint am 01.07.2011 21:48:55 ANTWORTEN >
Stromkennzeichnung will natürlich auch geprüft werden, die Technologie hierzu:
http://www.nucleostop.de/Technik/technik.html
jetzt auch für zu Hause, der Atomstromfilter:
http://www.nucleostop.de/Interesse_/interesse_.html
http://www.nucleostop.de
Zillertaler333 meint am 01.07.2011 21:06:45 ANTWORTEN >
Idiotischer gehts wohl nicht mehr
FranzF meint am 01.07.2011 20:52:28 ANTWORTEN >
Das ist ein erster wichtiger und guter Schritt, dass in Österreich zukünftig kein Atomstrom mehr bezogen wird. Wer dies als PR-Gag abtut, ist praktisch für die Beibehaltung des Atomstroms über die Strombörse.
wandern meint am 02.07.2011 14:55:29
FranzF: gut nehmen wir an wir beziehen keinen Atomstrom mehr können sie mir sagen was sich dann ändern soll außer das der Strom empfindlich teurer wird,den Bonzen ist das egal nur die Bevölkerung die so jeden Cent umdrehen muß ist wieder der Dumme,außerdem das Wasser was Österreich hat man könnte jede Menge Wasserkraftwerke bauen da organisieren die Grünen wieder ihre obligaten Proteste (Hainburg) und wie gesagt die Atomm.an unserer Ostgrenze glauben sie im Ernst wenn jetzt der Faymann kommt und sagt sperrt die zu werden die akkurat gleich folgen
Zillertaler333 meint am 01.07.2011 16:41:51 ANTWORTEN >
Die Dummheit der gierigen wird sich nicht ändern bevor das Gehirn nicht bald verseucht ist
wandern meint am 01.07.2011 12:33:52 ANTWORTEN >
nicht mehr als ein PR Gag und eine Augenauswischerei,es sollte ja vielmehr um die Grenznahen Atommailer gehen die eventuell eine Gefahr für Österreich sein könnten,weil aber diese Obergescheiten wie Grüne Roten und Schwarzen bei denen auf die Seife steigen,probieren sie es andersrum was der Bevölkerung nur Mehrkosten bringt und die Gefahr der Grenznahen Mailer trotzdem da ist
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