Erdogan-Fan will in den Nationalrat

Polit-Aufreger

Erdogan-Fan will in den Nationalrat

Mitten in die Aufregung um den misslungenen Putsch in der Türkei platzt jetzt eine inländische Polit-Bombe: Austro-Türke Turgay Taskiran will bei der nächsten Nationalratswahl mit einer Partei für Migranten antreten. Schon bei der Wiener Gemeinderatswahl 2015 trat er mit seiner Liste „Gemeinsam für Wien“ an. Bis 2013 war ­Taskiran Vorsitzender der Pro-Erdogan-Gruppe Union Europäisch-Türkischer Demokraten in Österreich (UETD).

Schon jetzt sitzt er in drei Bezirksparlamenten

Bei der Gemeinderatswahl in Wien gelang ihm mit einem Stimmenanteil von 0,91 Prozent auf Anhieb der Sprung in die Bezirksparlamente von Simmering, Favoriten und Brigittenau. Für Taskiran war das offenbar nur ein Anfang.

Große Vorbehalte in Wien gegen türkische Partei

Große Sorge löst dieser Plan bei vielen in Österreich aus. Gerade nach den heftigen Ausschreitungen in der Türkei und auch gewalttätigen Aktionen in Wien stehen sie einer größeren, jetzt auch noch politischen Einflussnahme von Erdogan-Fans auch bei uns sehr kritisch gegenüber.

Zielpublikum

280.000 Menschen mit türkischen Wurzeln leben in Österreich. Die meisten von ihnen haben die Staatsbürgerschaft. Unter ihnen gibt es heftige Kritik an den Polit-Plänen.

Türkischer Politiker will eigene Partei: "Partei für Migranten und für Österreicher"

ÖSTERREICH: Sie wollen mit einer türkischen Liste bei der nächsten Nationalratswahl antreten?

Turgay Taskiran:
Es gibt Überlegungen, das zu machen. Es soll aber keine rein türkische Liste werden.

ÖSTERREICH:
Also eine Partei für alle Migranten?

Taskiran:
Nicht nur für Migranten, auch für Österreicher. Wir laden alle ein, sich daran zu beteiligen.

ÖSTERREICH:
Warum braucht es eine Migrantenpartei?

Taskiran:
Migranten leiden unter höherer Arbeitslosigkeit und einer schlechteren wirtschaftlichen Situation. Es wird stark polarisiert. Das Land ist praktisch gespalten. Dagegen wollen wir kämpfen.

ÖSTERREICH:
Wovon hängt es ab, dass diese Liste kommt?

Taskiran:
Viel hängt vom Wahltermin ab. Wenn es eine vorgezogene Wahl gibt, wird es unmöglich, anzutreten. Die Vorbereitungszeit wäre zu kurz.

(baa)

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