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Historischer Rücktritt

Erwin Pröll: Abgang mit Knalleffekt

Er war mehr als 25 Jahre im Amt, dominierte die Politik über Niederösterreich hinaus wie kaum ein anderer: Und trotzdem lief der Abgang Erwin Prölls (70) am Dienstag buchstäblich ruckzuck ab. Pröll trat um 11.01 Uhr  in  St. Pölten vor die Presse, um 11.03 erklärte er seinen Rücktritt – um 11.15 Uhr war die Sache schon wieder vorbei. Dabei geht eine Ära zu Ende.

ÖSTERREICH bekam Wind von Prölls Hofübergabe

Der Schritt  war schon länger geplant. Über die Weihnachtsfeiertage soll die Erkenntnis gereift sein: „Ich werde an ‚Hanni‘ Mikl­-Leitner übergeben.“ Diskret wurde ein Landesparteivorstand für heute, Mittwoch, einberufen. Doch bekam ÖSTERREICH Wind von der Sache und meldete schon am Sonntag: „Übergibt Pröll an Mikl-Leitner?“

Radio Ö24 meldete Rücktritt am Dienstag als Erster

Also doch!  Pröll soll daraufhin gezögert haben. Am Montag war auch davon die Rede, er wolle sich erst März erklären, nicht zuletzt wegen der Debatte um die Pröll-Stiftung. Doch am Dienstagmorgen begann Pröll Vertraute anzurufen: „Ja, ich gehe.“ Um 10.34 Uhr meldete Radio Ö24 den Abgang. Etwas mehr als 30 Minuten später war die Sache offiziell – Pröll traf sich mit der Landesregierung zum Mittag­essen. Heute wird der Landesparteivorstand einen Parteitag für März einberufen – auf dem soll Johanna Mikl-Leitner Pröll als Parteichef ablösen, Tage später auch als Landeshauptmann.

Erwin Pröll, der mächtigste Landesfürst über Jahre

Erwin Pröll war seit 25 Jahren mächtigster VP-Politiker, schon bald mischte er in der Bundespolitik mit, 1995 stürzte er Erhard Busek („Man muss ihm ins Ruder greifen“) – den Nachfolger Wolfgang Schüssel suchte nicht er aus. Später führte Pröll aber bei jedem Obmannwechsel Regie.

Der Reformer: Pröll führt NÖ ins neue Jahrtausend

Das Pilgern zum Übervater nach St. Pölten gehört für jeden ÖVP-Chef zur Pflicht – auch ÖVP-Jungstar  Sebastian Kurz hat einen guten Draht zu Pröll. Der führte NÖ ins neue Jahrtausend, tat alles, um „seinen“ ländlichen Raum zu fördern – und erwies  sich nicht nur als Machtmensch. Pröll hat auch beste Kontakte zu Künstlern wie Hermann Nitsch oder Franzobel. Was man nicht unbedingt vermutet hätte.
G. Schröder

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