09. 02. 2010, 07:05

Causa Mensdorff

Darabos prüft Eurofighter-Ausstieg

© APA

Knalleffekt im Verfahren um den Waffen-Grafen: Der Verteidigungsminister muss den Eurofighter zurückgeben, wenn Mensdorff verurteilt wird.

Als „Staatsbürger“ verlangt SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos, dass die Justiz unabhängig und ohne Bevormundung die Korruptionsvorwürfe gegen Alfons Mensdorff-Pouilly prüfen solle – und nennt im ÖSTERREICH-Interview eine mögliche Konsequenz: Den Ausstieg aus dem Eurofighter-Deal.

ÖSTERREICH: Gestern wurden Sie von der VP-Justizministerin gerüffelt, weil Sie für weitere Ermittlungen gegen Mensdorff-Pouilly sind. Ihre Reaktion darauf?

Norbert Darabos: Die ÖVP erweckt derzeit den Eindruck, dass sie Mensdorff-Pouilly schützen will. Ich fühle mich da als Staatsbürger betroffen.

ÖSTERREICH: Kann das Verfahren überhaupt nach dem Freikauf in London weiter geführt werden?

Darabos: Das hoffe ich sehr. Denn am sogenannten Stammtisch hört man nicht ganz zu Unrecht, dass durch so einen Freikauf der Eindruck entsteht, dass der Diebstahl einer Wurstsemmel härter verfolgt wird als Korruption in Millionenhöhe.

ÖSTERREICH: Sie wollen also, dass in Österreich weiter ermittelt wird?

Darabos: Ja. Die Justiz soll völlig unabhängig und ohne inhaltliche Zurufe von außen ermitteln. Denn durch die Akten, die das britische SFO der Staatsanwaltschaft nach Wien übermittelt hat, gibt es ja Verdachtsmomente, die das rechtfertigen.

ÖSTERREICH: Kennen Sie den „Code of Business Conduct“ von Professor Aicher?

Darabos: Natürlich.

ÖSTERREICH: Darin steht, dass der Eurofighter-Vertrag nichtig ist, wenn der Bieter bei der Auftragsvergabe Schmiergeld zahlte?...

Darabos: Ich sehe das gelassen. Aber eine Nichtigkeit des Vertrags könnte – mit sehr vielen Konjunktiven behaftet – auf mich zukommen.

ÖSTERREICH: Laut SFO-Akt wurden vor der Neuausschreibung 2001 „aggressive Zahlungen an Offizielle“ geleistet. Danach war der US-Flieger F 16 plötzlich Letzter.

Darabos: Klar ist, dass ich wegen des Eurofighter-Vertrags, der lange vor meinem Amtsantritt von der schwarz-blauen Regierung abgeschlossen wurde, sicher nicht ins Kriminal gehe. Jetzt ist die Justiz am Zug. Danach bewerten wir alles andere. Interview: Josef Galley

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maishofen meint am 10.02.2010 13:12

müssten die Politiker in den Sumpf schon längst erstickt sein,wenn nicht immer irgendwer sie da herauszieht.Aber das dieser SUMPF einmal trocken gelegt wird da findet sich keiner,weil alle mit abkassieren.Korrupt bis zum geht nicht mehr.
Weitere Informationen im WIKILEGIA.org.Da Steigen allen die Haare zu Berge.

a2m meint am 10.02.2010 10:35

prüft der nicht schon seit gut 5 jahren den eurofighter ausstieg. ziemlich erfolgreich. hahaha.

Tunichtgut meint am 10.02.2010 19:05

wennst wissen tätest wo überall eingespart werden muß wegen der teurofighter,dann wär´s vorbei mit dem dämlichen hahaha-

jtajta meint am 10.02.2010 09:16

... und die freunde unterwegs um auch die spö von den eurofightern zu "überzeugen".

Cymbal meint am 09.02.2010 21:04

...ins Kriminal wirst nicht gehen, aber ins Gugelhupf.

payne meint am 09.02.2010 18:36

ist ein sehr guter minister unser zivildiener und nicht sportler man sieht er hat die richtigen qualitäten als verteidigungsminister und sportminister bei der nächsten wahl nehmen wir häuple als 100m sprinter.

Haudegen1 meint am 09.02.2010 18:35

Die plötzliche Einstellung des Verfahrens gegen BAE Systems belastet doch BAE-Saab Gripen. Warum wurden nicht die Bewerbungsvorgänge von BEA Systems durch den Kampfflugzeuge-Untersuchungsausschuss überprüft? Schließlich wollte der Rüstungskonzern 30 BAE-Saab Gripen an Österreich verkaufen.
Beim Verkauf der Eurofighter an Österreich war EADS/Deutschland zuständig.Bei der Vermarktung der BAE-Saab Gripen für Tschechien, Ungarn und Österreich war BAE/Großbritannien zuständig.
Für den Verkauf der Eurofighter an Saudi Arabien ist auch BAE/Großbritannien verantwortlich.
Wahrscheinlich machen sich Pilz und Darabos wieder einmal lächerlich, da beide eine falsche Fährte nennen.

Musicant meint am 09.02.2010 18:34

ist in der Hoffnung.

Tunichtgut meint am 09.02.2010 17:50

ist einer der wenigen die mich noch an das gute in der politik glauben lassen-
und auch seine gegner wissen es genau,darum muß er ständig als feindbild herhalten-

nur so weiter-dank dir ist doping strafbar und das von fäulnis stark in mitleidenschaft gezogene OÖC wurde gesäubert-

und ich bin mir sicher daß es trotz kräftiger gegenwehr von div.reformbremsern auch beim bundesheer in die richtige richtung geht-

huntermike meint am 09.02.2010 21:05

man muss hoffen das der herr minister nicht von
einer schmiergeldlawine überrollt wird oder einen
"unfall" hat.