Eva Glawischnig begrüßt Obamas Gehaltsvorstoß

ÖSTERREICH-Interview

© Pauty/TZ Österreich

Eva Glawischnig begrüßt Obamas Gehaltsvorstoß

ÖSTERREICH: Sollten auch in Österreich die Manager jener Banken, die Staatshilfe in Anspruch nehmen, künftig eine Gehaltsgrenze bekommen?
Eva Glawischnig: Das ist meiner Meinung nach der absolut richtige Weg und auch völlig gerechtfertigt. Das sollte als Vorbild für Österreich gelten. Die Deutschen haben bereits vergleichbare Regelungen eingeführt. Wer Bankenhilfspakete in Anspruch nimmt, muss sich dort mit einem Gehalt von 500.000 Euro pro Jahr begnügen. Das ist wahrlich noch bei Weitem genug Geld. In Österreich gibt es derzeit nichts dergleichen. Niemand kann erklären, warum die Arbeitsstunde eines Managers so unendlich viel mehr wert sein sollte, als die eines Arbeiters.

Sollte die derzeitigen Regelungen für Manager-Prämien verschärft werden?
Ich finde die jetzigen Bestimmungen bei Weitem zu schwach. Es versteht auch kein Mensch, warum 500.000 Euro pro Jahr nicht genug sein sollen. Die Gier war maßgeblich ausschlaggebend für diese Krise und da müssen jetzt einfach neue Wege bestritten werden.

Heißt das, Sie fordern die Aufschnürung des Bankenhilfspakets?
Die Beschränkung der Management-Gehälter gehört in dieses Paket. Ich kann mir darüber hinaus Gehaltsdeckelungen im gesamten staatsnahen Bereich vorstellen.

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