Ex-Mitarbeiter kündigt weitere brisante Infos an

Causa Haidinger

Ex-Mitarbeiter kündigt weitere brisante Infos an

Gerhard Schneider, der - laut eigenen Angaben - einzige direkte Mitarbeiter von Ex-BKA-Chef Herwig Haidinger, hat sich in einem Interview mit der "Zeit im Bild" zu Wort gemeldet und sich klar hinter seinen ehemaligen Chef gestellt. Beim Fall Kampusch wie auch bei der Causa BAWAG habe es "massiven Druck" auf Haidinger gegeben, sagte er am Freitagabend.

Während bei ersterem das Ziel Vertuschung gelautet habe, sei im Fall BAWAG versucht worden, den Polizeiapparat für parteipolitische Interessen zu instrumentalisieren, so der Vorwurf Schneiders. Alles, was Haidinger vorgelegt habe, sei belegbar. Schneider gab zudem an, im Besitz zweier Kuverts mit weiteren brisanten Informationen zu sein. Diese habe haidinger ihm für den Fall ausgehändigt, dass ihm (Haidinger) etwas passiere.

ÖVP weist Aussagen zurück
Die ÖVP hat die Aussagen Schneiders zurückgewiesen. Schneider habe im Jahr 2005 für die SPÖ bei den Meidlinger Bezirksvertretungswahlen kandidiert und vertrete somit als Politiker der SPÖ deren Interessen, so die ÖVP Wien in einer Aussendung.

Die Aussagen Schneiders könnten als "Racheakt" gedeutet werden. Denn im Jahr 2003 sei gegen ihn seitens des ÖAAB ein Ausschlussverfahren eingeleitet worden, da er bei den Personalvertretungswahlen im Innenministerium mit einer eigenen Liste gegen die Fraktion Christlicher Gewerkschafter angetreten sein, heißt es in der Aussendung der ÖVP Wien.

Nie mit operativen Ermittlungsarbeiten betraut
Das BKA wies am Freitagabend darauf hin, dass Schneider erst seit 24. April 2007 dem Bundeskriminalamt zugeteilt sei. Er sei nie mit "operativen Ermittlungsarbeiten" betraut gewesen, hieß es in einer Aussendung. Auch sei Schneider nie in der regulären "Linienorganisation" (in keiner regulären Abteilung des BKA) des Bundeskriminalamts tätig gewesen, sondern sei immer Haidinger zugeteilt gewesen. Dieser war Anfang Februar 2008 in seinem Amt als BKA-Chef abgelöst worden.

Zu seiner eigenen Rolle erklärte Schneider, er sei eine Art "verdeckter Beamter" gewesen. Es sei "nicht falsch", dass andere nicht gewusst hätten, dass er Haidinger zugearbeitet habe.

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