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FPÖ-Chef Strache in Moskau

Russland-Connection

FPÖ-Chef Strache in Moskau

"Wege der Überwindung der Vertrauenskrise in Europa" lautet der Thema einer Diskussionsveranstaltung, zu der sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache derzeit in Moskau aufhält. Daheim in Wien wird indessen über etwaige finanzielle Hintergründe der freiheitlichen Russland-Connection spekuliert - und dementiert.

Der Runde Tisch in Moskau wird laut FPÖ vom Vorsitzenden des außenpolitischen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, veranstaltet und von Außenminister Sergej Lawrow geleitet. Strache ist in Begleitung des Wiener FPÖ-Klubobmannes Johann Gudenus, des außenpolitischen Sprechers Johannes Hübner und des freiheitlichen Wissenschaftssprecher Andreas Karlsböck unterwegs. Weitere Teilnehmer sind laut FPÖ-Aussendung Politiker, Wissenschafter und Experten aus ganz Europa wie der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger.

Nachdem die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet hatte, dass die russische Bank FCRB dem rechtsextremen französischen Front National (FN) einen Kredit von neun Millionen Euro gewährt hat, wurde in heimische Medien am Dienstag die Frage aufgeworfen, ob auch die in der jüngeren Vergangenheit mit dezidiert russlandfreundlichen Wortmeldungen aufgefallenen heimischen Freiheitlichen Zuwendungen aus Wladimir Putins Reich erhalten könnten. Gudenus dementierte das umgehend.

Darabos: "Grund zu massiver Besorgnis"
Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sind die Medienberichte trotzdem "Grund zu massiver Besorgnis", er fragte sich in einer Aussendung, "ob der Rubel auch für Strache & Co. rollt?" und findet es "sehr auffällig, in welchem Ausmaß die FPÖ Russland zuletzt hofiert" habe. Dass "Strache bislang schweigt und stattdessen seinen Vize Gudenus vorgeschickt hat, der Geldflüsse an die FPÖ dementiert und gleichzeitig von 'strategischen Freundschaften' gesprochen hat, ist angesichts der Brisanz der Thematik eindeutig zu wenig", meinte Darabos.

Strache: "Sind von unserer Neutralität überzeugt"
Folglich sprach Strache am Dienstag: "Wir sind von unserer Neutralität überzeugt und bekommen dafür weder finanzielle Zuwendungen noch Kredite", erklärte der FPÖ-Chef per Aussendung aus Moskau und konterte mit der Frage, ob die SPÖ "für ihre NATO-Positionierung gegen Russland und ihren Verfassungsbruch bei der Neutralität" Geld aus den USA bekomme.
 

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