FPÖ & Grüne schneiden bei Jungen gut ab

Wahl-Analyse

© Graz Tourismus; Reuters/Heinz-Peter Bader; APA/Markus Leodolter (2); mediabox.at/Schwarzl

FPÖ & Grüne schneiden bei Jungen gut ab

Junge Frauen machen ihr Kreuz vermehrt bei den Grünen, junge Männer zunehmend bei den Blauen - diesen bundesweiten Trend bestätigte die Landtagswahl in der Steiermark am Sonntag. Auffällig war, dass unter 30-jährige Männer der FPÖ verstärkt ihre Stimme gaben, wenn diese die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen hatten. Die Großparteien schnitten bei den Jungwählern unterdurchschnittlich ab, hat Martina Zandonella vom SORA-Wahlteam bestätigt.

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Wirtschaftskrise
Die von Zandonella durchgeführte ISA/SORA Wahltagsbefragung im Auftrag des ORF ergab, dass junge Männer der FPÖ ihre Stimme häufig dann gaben, wenn sie von Personalabbau, Lohnverzicht und Kurzarbeit betroffen waren. Bei den jungen Wählerinnen hätten hingegen die Grünen "ein gutes Ergebnis" erzielt, so Zandonella: Während bei den Männern die Blauen an dritter Stelle nach SPÖ und ÖVP lagen, waren es bei den Frauen die Grünen. Von ihnen wählten nur sieben Prozent die FPÖ, im Gegenzug machten gerade einmal sechs Prozent der Männer in diesem Alterssegment ihr Kreuz bei der ÖKO-Partei.

Unterschiede bei den Geschlechtern
Der Abstand von den Kleinparteien FPÖ (15 Prozent) und Grünen (11 Prozent) zur SPÖ (34 Prozent) und ÖVP (32 ÖVP) war bei den Jungwählern immer noch groß - betrachtet man jedoch die geschlechtsspezifischen Unterschiede, schrumpft diese Differenz: Bei den jungen Männern erreichte die ÖVP den ersten Platz (38 Prozent), gefolgt von der SPÖ (32 Prozent), dann die FPÖ (23 Prozent). Bei den jungen Frauen lag die SPÖ vorne (35 Prozent), die ÖVP zehn Prozentpunkte dahinter (25 Prozent) gefolgt von den Grünen (17 Prozent).

In Anbetracht vergangener Landtagswahlen spricht die Expertin von großen regionalen Unterschieden: Während die ÖVP bei den jungen Vorarlbergern sehr gut ankomme, gebe es in der Steiermark immer noch "rote Industriezentren". Aus den steirischen Daten einen Trend für jene Jungwähler abzuleiten, die in zwei Wochen bei der Wien-Wahl an die Urnen gehen, sei "sehr schwer", sagt Zandonella - nicht zuletzt, weil in Wien die absolute Mehrheit der SPÖ zur Debatte stehe.

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