FPÖ-Kampfansage: Strache will Erster werden

Zur Nummer 1 mit Flüchtlingspolitik

FPÖ-Kampfansage: Strache will Erster werden

Wien. Die blauen Rekordsiege im Burgenland und der Steiermark sieht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im ÖSTERREICH-Interview nur als „Vorspiel für Oberösterreich und Wien“ an.

Vor allem dem Kampf um Wien – hier ist Strache schließlich Spitzenkandidat – will der Oberblaue alles unterordnen. Hier träumt Strache davon, „Nummer eins zu werden“.

Das Interview
ÖSTERREICH: Burgenlands Niessl erwägt ernsthaft eine rot-blaue Koalition. Da müssen Sie im Freudentaumel sein, oder?

Heinz-Christian Strache: Landeshauptmann Niessl zeigt damit, dass er stärker in der Selbstreflexion ist als die rot-schwarzen Wahlverlierer in der Steiermark, die uns weiter ausgrenzen.

ÖSTERREICH: Keiner grenzt Sie aus. VP-Klubchef Lopatka hat eine VP-FP-Koalition für die Steiermark ventiliert.

Strache: Das zeigt, dass der Druck der VP-Basis und der Wähler nach dem Wahldebakel für die Koalition offenbar sehr stark ist. Die Steirer wollen eine neue Regierung.

ÖSTERREICH: Das heißt Rot-Blau im Burgenland und Schwarz-Blau in der Steiermark?

Strache: Das werden die Verhandlungen zeigen. Wenn eine inhaltliche Veränderung möglich ist, wäre das gut.

ÖSTERREICH: Die FP-Wahlgewinne haben Ihnen die Latte für die Wien-Wahl hoch gelegt, oder?

Strache: Die historisch besten Ergebnisse für die FPÖ im Burgenland und in der Steiermark waren erst ein Vorspiel: Wir können auch in Oberösterreich klar über 20 Prozent kommen und die SPÖ dort überholen. In Wien, wo ich selbst antrete, sind über 30 Prozent machbar. Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPÖ.

ÖSTERREICH: Die SPÖ hatte 2010 in Wien 44, Sie 26 Prozent. Vergessen?

Strache: Nein, aber die Menschen haben diese Belastungsregierung in Wien und im Bund satt. In Wien ist alles möglich. Die Roten werden verdient weiter abstürzen.

ÖSTERREICH: Sie wollen Nummer eins werden?

Strache: Ja, ich will Erster werden. Wenn die Nichtwähler merken, dass sie tatsächlich das rote Wien stürzen können, ist es machbar.

ÖSTERREICH: Das wollen Sie mit einem rabiaten Anti-Ausländer-Wahlkampf schaffen?

Strache: Die SPÖ ist rabiat und wird schmutzige Tricks versuchen. Wir planen einen verantwortungsbewussten Wahlkampf. Es wird um die Rekordarbeitslosigkeit, die Pflegemissstände und den Asylmissbrauch gehen. Ich sage bewusst: Das Boot ist voll.

ÖSTERREICH: Was würden Sie denn mit Flüchtlingen machen?

Strache: Es geht nicht um echte Kriegsflüchtlinge, sondern um Wirtschaftsflüchtlinge. Die muss man abschieben. Hier versagen Faymann, Mitterlehner und Mikl-Leitner. Die gehören weg.Interview: Isabelle Daniel

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