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FPÖ-Kundgebung in Graz ohne Zwischenfälle

Flüchtlinge

© APA/ Erwin Scheriau

FPÖ-Kundgebung in Graz ohne Zwischenfälle

FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer hat mit Parteichef Heinz-Christian Strache die steirische Landeshauptstadt Graz besucht und am Hauptplatz zur Kundgebung "Gemeinsam Flagge zeigen" aufgerufen. Laut Polizei kamen 500 bis 600 blaue Anhänger trotz Nieselregen und winterlichen Temperaturen. 100 bis 120 Gegendemonstranten der SJ und der KJÖ versuchten, die Reden der FPÖ zu stören.

"Das Boot ist voll"
Schon vor der Kundgebung luden der steirische Klubobmann Mario Kunasek und der blaue Stadtrat Mario Eustacchio mit den Gästen aus Wien zur Pressekonferenz. Während auf der Bühne am Hauptplatz die John Otti Band mit "Lady Unbekannt" und "Highway to Hell" Stimmung machten, polterten die Freiheitlichen vor der Presse über die "Fehlpolitik" der Regierung in Sachen Asyl. Sie nahmen dabei vorweg, was sie anschließend auch dem Publikum am Hauptplatz zu sagen hatten: "Das Boot ist voll", meinte Kunasek. Strache spitzte zu: "Es sinkt schon."

Der Partei-Chef kritisierte, dass die EU die Probleme nicht löse, sie schaffe sie und mehr noch: "Sie ist das Problem." Er meinte, der Begriff Flüchtling werde falsch verwendet: Mindestens 600.000 Menschen seien im Vorjahr rechtswidrig nach Österreich hereingelassen worden. "Alle, die nicht mit dem Flieger nach Österreich kommen, haben kein Recht auf Asyl." Strache forderte Neuwahlen, "so rasch wie möglich". Eustacchio meinte gar, die Regierung gehöre "auf allen Ebenen abgewählt", damit sich etwas ändere, und plädierte auch in der Steiermark und in Graz für Neuwahlen - "je schneller desto besser".

Diashow FPÖ-Kundgebung in Graz
FPÖ-Demo

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FPÖ-Kundgebung "Gemeinsam Flagge zeigen"

FPÖ-Demo

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FPÖ-Kundgebung "Gemeinsam Flagge zeigen"

FPÖ-Demo

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FPÖ-Kundgebung "Gemeinsam Flagge zeigen"

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Gegendemonstration "Offensive gegen Rechts"

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Gegendemonstration "Offensive gegen Rechts"

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FPÖ-Kundgebung "Gemeinsam Flagge zeigen"

FPÖ-Demo

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Gegendemonstration "Offensive gegen Rechts"

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Bundesparteiobmann HC Strache

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Bundesparteiobmann HC Strache

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Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer

FPÖ-Demo

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Landesparteiobmann Mario Kunasek

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"Gemeinsam besseren Weg finden"
Hofer zeigte sich erst etwas gemäßigter und meinte, er habe das Gefühl, dass die Regierung die Sache nicht in den Griff bekommt. Würde er Bundespräsident werden, würde er sie zu sich bitten, "um gemeinsam einen besseren Weg zu finden" - immer wieder. "Wenn es immer noch nicht funktioniert, ist die Ultima Ratio, die Regierung zu entlassen." Er betonte, es brauche einen Bundespräsidenten, "der bereit ist, in das Ruder zu greifen".

Vor Publikum wurden Hofers Worte deutlicher: "Nichts und niemand wird uns aufhalten." Er hatte für jeden seiner Gegenkandidaten eine negative Anekdote: "Andreas Khol sagte zu muslimischer Jugend: Ihr seid die Zukunft Österreichs." Dafür erntete Hofer von den Gegendemonstranten im Chor die Zurufe "Hetzer". Irmgard Griss habe nichts gegen die Adoption durch Homosexuelle, meinte Hofer weiter und ergänzte seinen Standpunkt: "Kinder adoptieren sollen nur jene in einer Beziehung zwischen Mann und Frau." Hundstorfer ist nach Ansicht des blauen Präsidentschaftskandidaten für Kürzungen im Pflegebereich verantwortlich und Alexander Van der Bellen wolle das Parlament auflösen, wenn die FPÖ mehr als 50 Prozent der Stimmen bekomme: "Ich kann euch beruhigen, er wird nicht Bundespräsident, ich werde es", so Hofer überzeugt. "Wenn ich Bundespräsident werde, wird die Regierung freiwillig gehen."

Gegendemonstration
Besonders bei Strache, der als letzter Redner auf die Bühne kam, pfiffen die Gegendemonstranten und intonierten "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda". Bis Ende der Kundgebung blieben Zwischenfälle laut Polizei aus. Neben den 500 bis 600 blauen Anhängern hatten sich weitere 200 bis 400 Menschen - darunter auch Gegendemonstranten - am Hauptplatz eingefunden und lauschten mehr oder weniger lang den Reden der FPÖ. Die Kundgebung soll nicht die letzte der FPÖ in der Steiermark gewesen sein: Bis Mai will man in allen Bezirkshauptstädten zum Volk sprechen - ebenso in anderen Bundesländern, kündigte Strache an.

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