10. April 2010 11:24
Der 31. ordentliche Landesparteitag der FPÖ Oberösterreich ist
Samstagvormittag in Linz im Zeichen des Generationswechsels gestartet: Im
Mittelpunkt stand die Wahl von Landesrat Manfred Haimbuchner (31) zum
Nachfolger des amtierenden Landesparteiobmannes Lutz Weinzinger (67). Rund
370 Delegierte waren ins Design Center gekommen.
Haimbuchner: "Werden es den anderen zeigen"
Haimbuchner
wurde mit 94 Prozent zum neuen Landesparteiobmann gewählt worden. Von den
372 Delegierten haben 371 ihren Wahlzettel abgegeben. Haimbuchner erhielt
349 Stimmen. Haimbuchner nahm die Wahl an und verkündete: "Wir werden es den
anderen ordentlich zeigen in den nächsten Jahren in Oberösterreich". Er
bekam ein Ständchen der Florianer Sängerknaben.
Kurz nach 10.00 Uhr zog die FPÖ-Landesspitze gemeinsam mit Bundesparteichef
Heinz-Christian Strache, begleitet von Blasmusik, in die Halle. Zur
Eröffnung der Veranstaltung forderte Weinzinger die Anwesenden auf,
gemeinsam ein Lied zu singen: "Nur der Freiheit gehört unser Leben",
komponiert vom NS-Funktionär Hans Baumann. Anschließend begrüßte Weinzinger
die Gäste, allen voran Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz
und den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf.
Rosenkranz fordert "selbstbewusstes Auftreten" in EU
"Ich
möchte ein Gegenprogramm zu Heinz Fischer sein", betonte
Rosenkranz in ihrer anschließenden Rede. Er habe immer bewiesen, "dass
er ein Kernsozialist ist", sparte sie nicht mit Kritik am amtierenden
Präsidenten. Rosenkranz hingegen will "die rot-weiß-roten Belange,
unser Land unsere Heimat, unsere Kinder gut vertreten".
Fehlentwicklungen gebe es zur Genüge, als Beispiele nannte sie
Jugendarbeitslosigkeit, allein erziehende Elternteile, geringe Pensionen und
Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Partner.
Man solle sich endlich die Frage stellen, ob Österreich ein
Einwanderungsland sein wolle, betonte Rosenkranz, die obendrein ein "selbstbewusstes
Auftreten" in der EU einforderte. Zur bevorstehenden Präsidentenwahl
erklärte sie, dass man sich nicht durch Meinungsumfragen die Stimmung
verderben lassen solle. "Es ist viel möglich", gab sich die
FPÖ-Kandidatin zuversichtlich.