FPÖ geht wieder zum Anti-Islam-Kongress

Treffen in Köln

© dpa - bildfunk

FPÖ geht wieder zum Anti-Islam-Kongress

Die FPÖ wird auch heuer mit einer hochrangigen Delegation am Anti-Islamisierungs-Kongress in Köln teilnehmen. Angeführt wird die Delegation von Generalsekretär Harald Vilimsky. Der Veranstalter "pro Köln" lädt nach 2008 bereits das zweite mal rechtspopulistische Bewegungen aus ganz Europa ein, um ein Zeichen gegen eine Ausbreitung des Islam in Europa zu setzen. Im Vorjahr kam es dabei zu massiven Protesten von Gegnern.

Gegen Bau der Moschee
Die Veranstaltung am Samstag und Sonntag richtet sich hauptsächlich gegen die geplante Moschee in Köln. Die Rechtspopulisten betrachten das als Zeichen für eine Islamisierung. Vilimsky wird einer der Hauptredner des Kongress sein.

Mit Steinen und Farbe attackiert
Im Vorjahr bewarfen linke Demonstranten das Rheinschiff, auf dem die Auftaktpressekonferenz stattfand, mit Farbbeuteln und Steinen und zwangen es zum Ablegen. Anschließend demonstrierten tausende vor dem Kölner Dom gegen den "Anti-Islamisierungs-Kongress" und blockierten den Kölner Heumarkt, auf dem eine Großkundgebung von "pro Köln" hätte stattfinden sollen.

"Nährboden für Hassprediger"
Laut FPÖ ist der Kongress ein Forum, um zu einem Verbot von Minaretten aufzurufen und gegen islamische Zentren zu demonstrieren. Letztere seien "vornehmlich Nährboden für Hassprediger und Demokratieverweigerer". Im Vorjahr seien linke Demonstranten "mit extremer Gewalt" aufgetreten und seien dafür vom Kölner Bürgermeister Schramma "gar indirekt gelobt" worden, beklagte die FPÖ.

"Braune Biedermänner"
Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) hat damals in einer Rede vor dem Dom die geplante Kundgebung der Rechten scharf verurteilt. "Diese braunen Biedermänner sind in Wahrheit Brandstifter, Rassisten im bürgerlichen Zwirn, subtile Angstmacher", warnte er vor den mehreren tausend Gegendemonstranten. "Dieser verfaulten Clique des Eurofaschismus, diesen Haiders und Le Pens und wie sie alle heißen, rufe ich zu: Da ist der Ausgang, da geht's nach Hause!"

Die FPÖ verwehrt sich dagegen, "ins rechte Eck gestellt zu werden". Die "Bürgerbewegung 'pro Köln' als 'rechtsradikale Gruppe' zu bezeichnen, sieht die FPÖ als "Verunglimpfung". Man sei gespannt, ob "die Bundesrepublik auch dieses Mal zur Bananenrepublik verkomme" und jene verurteilt, die nur ihr Recht auf freie Meinungsäußerung beanspruchen, anstelle jene "linkslinken Krawallmacher, die im vergangenen Jahr beinahe die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt hätten".

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