FPÖ

Promi-Plattform

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FPÖ "missbraucht religiöse Symbole "

Donnerstag Abend in der Wiener Innenstadt: Heinz-Christian Strache hält eine Rede bei der „Anti-Moscheen-Demo“. Strache nützt die Gelegenheit eine bisschen wahlzukämpfen. Sticheleien gegen den Wiener Bürgermeister Michael Häupl und der EU-Wahlkampfslogan der FPÖ („Abendland in Christenhand“) stehen an der Tagesordnung. So weit, so wenig Neues.

Strache mit Kruzifix
Plötzlich zieht Strache ein Kruzifix aus der Tasche und hält es vor sich, als würde er Vampire verscheuchen wollen. Die Menge grölt. Wenig erfreut von diesem „Missbrauch religiöser Symbole“ zeigt die "Plattform Christen und Muslime". Das christliche Kreuz, "habe als Wahlkampfinstrumente in der Hand von Politikern nichts zu suchen".

FPÖ verfälscht Christentum
Auch stelle man sich vehement gegen den EU-Wahlkampfslogan der FPÖ. Dieser sei keine "kulturpolitische Aussage", sondern "richte sich in volksverhetzender Weise gegen islamische Mitbürger". Die Politik der FPÖ sei weiters eine Falle, in die man nicht tappen dürfe. Das „Christentum“, welches regelmäßig zu Wahlkampfzeiten entdeckt wird, werde durch diese opportunistische Politik auf tragische Weise verfälscht.

Verantwortlich für Antisemitismus
Ergebnis dieser „Sprachverwilderung“ ist die steigende Tendenz an antiislamischer, antisemitischer und neonazistischer Vorfälle durch einzelne Jugendliche, wie die jüngsten Vorfälle in Ebensee und Auschwitz beweisen, warnte die "Plattform".

Prominente Namen
Die "Plattform Christen und Muslime" wurde 2006 im Zuge des dänischen "Karikaturenstreits" gegründet. Ihr gehören Persönlichkeiten aus den christlichen Kirchen, der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie aus Kultur und Medien an. Die Erklärung vom Freitag wurde im Namen der "Plattform" vom ehemaligen Botschafter Österreichs beim Heiligen Stuhl, Walter Greinert, sowie den Publizisten Prof. Heinz Nußbaumer, Peter Pawlowsky und Paul Schulmeister unterzeichnet.

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