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Faymann macht Druck im Lehrer-Streit

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Faymann macht Druck im Lehrer-Streit

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) macht im Interview mit ÖSTERREICH Druck im Lehrer-Streit: "Ich denke mir, dass jetzt wirklich der Zeitpunkt gekommen ist, das es ein Ergebnis gibt. Die Diskussion hat ruppig begonnen, jetzt wird es Zeit, die gegenseitigen Positionen zusammenführen."

Der Beitrag der Lehrer in Zeiten der Krise sei wesentlich: "Es kann und muss in einer Krise jeder seinen Beitrag leisten - so wie viele Industriearbeiter mit Kurzarbeit ihren schon geleistet haben. Dazu gehört natürlich auch der Beitrag der Lehrer und des öffentlichen Dienstes. Die Schule hat hier definitiv eine Schlüsselrolle: Denn unsere Kinder müssen sich darauf verlassen können, dass sie die beste Ausbildung zur Verfügung gestellt bekommen. Gut ausgebildete Jugendliche sind die Basis dafür, dass es bergauf geht, wenn die Konjunktur anspringt. Das muss allen Beteiligten klar sein."Zum Vorstoß der USA, eine 90-prozentige Sondersteuer auf Bonuszahlungen für Manager maroder Unternehmen einzuheben, betont Faymann, dass er persönlich der Überzeugung sei, "dass man bei einem Manager in einem staatsnahen Betrieb einen Bonus, der nicht gerechtfertigt ist, nicht besteuern, sondern streichen" soll.

Die akuelle Wirtschaftskrise sei, so der Bundeskanzler "wie ein Sturm. Dieser Sturm der wirtschaftlichen Rezession ist von den USA über Europa nach Österreich gekommen." Ein Ende sei noch nicht absehbar: "Um ein Ende der Krise vorhersagen zu können, müsste man ein Hellseher sein. Ich sage: Wir bereiten uns nun auf vieles vor, aber wir können der Bevölkerung keine Entwarnung geben und sagen, dass es wieder bergauf geht. Ich würde das gerne tun, aber das wäre eine Lüge. Denn der Aufschwung ist noch nicht sichtbar."

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