Ferrero-Waldner sagt der UNESCO ab

Kandidatur-Rückzug

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Ferrero-Waldner sagt der UNESCO ab

EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner zieht sich aus dem Rennen um den UNESCO-Chefposten zurück. Wie das Außenministerium am Sonntag mitteilte, habe sich Ferrero-Waldner entschieden, "ihre Kandidatur im übergeordneten Interesse der Organisation und der europäischen Einheit zurückzuziehen". Die Bedingungen für eine Weiterführung ihrer Kandidatur seien nicht mehr gegeben.

An dritter Stelle
Die Wahl des Nachfolgers von UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura geht am Montag in eine vierte Runde. Der als Favorit geltende ägyptische Kulturminister Faruk Husni (Hosni) hatte nach Angaben aus Diplomatenkreisen auch bei der dritten Abstimmung am Samstagnachmittag nicht die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen bekommen. Die ehemalige Außenministerin Ferrero-Waldner war bei der Abstimmung des Exekutivrats am Samstag an dritter Stelle gelegen. Sie erhielt elf Stimmen gegenüber neun am Freitagabend.

Spindelegger bedauert
Außenminister Michael Spindelegger (V) bedauert das Ausscheiden von Ferrero-Waldner. "Österreich hatte mit der EU-Außenkommissarin eine überaus kompetente Kandidatin für das Amt des UNESCO-Generaldirektors nominiert, die sich in ihren bisherigen Funktionen stets durch enormes Engagement und Fachkenntnis ausgezeichnet hat", hieß es in einer Aussendung. "Leider ist es uns jedoch trotz intensiver Überzeugungsarbeit und zunehmender Unterstützung seitens der Mitgliedsländer in dieser kurzen Zeit nicht gelungen, eine ausreichende Mehrheit für die Kandidatur Ferrero-Waldners zu gewinnen", so der Außenminister.

Das Außenministerium erinnerte auch daran, dass Ferrero-Waldner von den Regierungen Österreichs und Kolumbiens nominiert worden sei. Ihre klare politische Vision, ihre innovativen Ideen für eine aktive Rolle der UNESCO sowie ihr Hearing durch den Exekutivrat seien einstimmig begrüßt worden. Diese Wertschätzung habe zu wachsender Unterstützung im Verlauf der Wahlrunden geführt.

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