Fischer reist mit Zug nach Tschechien

Staatsbesuch

Fischer reist mit Zug nach Tschechien

Bundespräsident Heinz Fischer kommt am kommenden Montag und Dienstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Tschechien. Er wird per Bahn in die tschechische Hauptstadt reisen. Es handelt sich um Fischers "letzten Staatsbesuch in ein befreundetes Nachbarland", teilte sein Sprecher, Bruno Aigner, am Freitag der APA mit.

Begleiten werden den Bundespräsidenten außer seiner Ehefrau Margit Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl, Arbeiterkammer-Präsident Werner Muhm sowie Vertreter österreichischer Firmen, wissenschaftlicher und kultureller Institutionen, wie die tschechische Botschaft in Wien mitteilte.

Salonzug von Ex-Präsident Masaryk
Fischer wird auf dem Prager Hauptbahnhof in den historischen Salonzug des ersten tschechoslowakischen Staatspräsidenten Tomas Garrigue Masaryk umsteigen und in die mittelböhmische Gemeinde Stochov (etwa 30 Kilometer westlich von Prag) fahren, die in der Nähe des Präsidentenschlosses in Lany liegt.

In Stochov werden Fischer und Zeman eine Tafel enthüllen, die an das erste Treffen der Staatschefs Österreichs und der Tschechoslowakei nach dem Zerfall der Monarchie, Michael Heinisch und Masaryk, und an die Unterzeichnung des Vertrages über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten am 16. Dezember 1921 erinnert. Danach werden Fischer und Zeman Kränze am Grab Masaryks in Lany niederlegen und im Präsidentenschloss Gespräche führen. Fischer wird nach dem chinesischen Staatspräsidenten Xi das zweite Staatsoberhaupt, das Zeman auf dem Schloss Lany empfängt. Am Montagabend steht dann ein offizielles Staatsbankett auf der Prager Burg auf dem Programm.

Tschechisch-österreichisches Wirtschaftsforum
Am Dienstag wollen Fischer und Zeman in Prag gemeinsam ein tschechisch-österreichisches Wirtschaftsforum eröffnen. Am selben Tag wird Fischer mit dem tschechischen Regierungschef Bohuslav Sobotka zusammentreffen, das Österreichische Gymnasium in Prag sowie die Firma Reinwag/Komwag besuchen.

Ziel des Besuchs sei es, "eine neue Dynamik" in die bilateralen Beziehungen zu bringen, sagte Aigner. Die Beziehungen bezeichnete er als gut. Es gebe viele Kontakte auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene. Inhaltlich wird es auch um die Verkehrsverbindungen und regionale Zusammenarbeit zwischen Österreich und Tschechien gehen. Auch internationale Themen dürften zur Sprache kommen, wie die Flüchtlingskrise, der Ukraine-Konflikt oder der Krieg in Syrien.

Höchster Staatsorden
Im Vorfeld von Fischers Besuch zeichnete Zeman am gestrigen Donnerstag, dem 7. April, den ehemaligen österreichischen Botschafter in Prag, Ferdinand Trauttmansdorff, mit dem höchsten Staatsorden - dem Orden des Weißen Löwen - aus. Zeman würdigte so den Beitrag Trauttmansdorffs zur Entwicklung der Beziehungen zwischen Tschechien und Österreich, teilte Zemans Sprecher Jiri Ovcacek mit. Trauttmansdorff war von 2010 bis 2015 Botschafter in Prag.

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