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Politik-Quereinsteiger

Stronach: "Ich will Erster werden"

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Schloss Schönbrunn, Orangerie, Donnerstag, 11 Uhr. Mehr als 100 Journalisten, zwei Dutzend TV-Teams. Alle interessiert nur eines: „Warum tut der Mann sich das an?“

Er ist 80, Milliardär, Pferdezüchter. Hat mächtigste Freunde von Bill Clinton bis EX-CNN-Mann Larry King. Stronach gibt die Antwort gleich zu Beginn: „Der 27. September 2012 wird in die Geschichte Österreichs und der Welt eingehen“, rückt er seine Realitäten zurecht.

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Der Milliardär lud in die Orangerie nach Schönbrunn ein.

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Der Milliardär lud in die Orangerie nach Schönbrunn ein.

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Stronach will verändern. Gewinnen. Es allen zeigen: „Wenn ich antrete, möchte ich auch Erster werden. Mein Ziel ist der erste Platz.“ Vom Werkzeug­macher zum Kanzler.

Stronach-Credo: „Ich bin der, der die Werte vorgibt“
Stronach spricht bedächtig, nachdenklich: „Ich erinnere mich sehr gut daran“, sagt er, „wie hungrig ich war, kein Geld hatte.“ Das sei sein Antrieb: „Deshalb bin ich heute hier.“

Fast zwei Stunden redet er. Stehend. Eine Solo-Show. Er schwitzt nicht, sein weißes Haar – staubtrocken. Sein „Team Stronach“, die vier Nationalratsabgeordneten aus SPÖ und BZÖ, stehen im hintersten Teil des Raumes. Sie spielen keine Rolle.

Sein Wort gilt: „Ich bin der, der die Werte vorgibt“, verkündet er: „Ich bin ein Mann des Volkes“, versicherte er. Sein Gewissen habe ihm gesagt, dass er seine Zeit für eine neue Bewegung verwenden solle.

Video: So war Stronachs Auftritt

„Mit Wahrheit, Transparenz und Fairness“ will er Österreich wieder auf die Beine bringen. Zum Musterland machen. Sein kurzes Programm:

  • Weniger Verwaltung, mehr Leistung: „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft. Darum geht’s mir. Nichts ist schlimmer als keine Arbeit.“
  • Flut der Gesetze eindämmen: „Österreich hat zu viele Politiker, viel zu viele Gesetze.“
  • Schluss mit Steuerprivilegien: „Viele Banken und Konzerne zahlen sehr wenig Steuern: Ich bin für eine Flattax – 25 Prozent.“
  • Gewinn verteilen: „Arbeiter am Gewinn beteiligen. Wer gute Arbeit leistet, soll auch gut verdienen“, ist seine Maxime.
  • Neuer Euro: „Der Euro gehört in der jetzigen Form abgeschafft. Jedes Land braucht den eigenen Euro.

Stronach abschließend: „Politiker müssen dem Land dienen und nicht am Steuerzahler verdienen.“ Nur so könne Österreich zum Musterland werden.

ORF-Attacke
Am Abend ließ sich Stronach dann von 1.500 Fans bei Wiener Schnitzel und Leberkäse im Magna Racino feiern. Bei seiner ersten Wahlrede attackierte er den ORF: „Der ORF kann nur negativ berichten. Mehr nicht.“ Applaus.

Stronach-Feier nach Parteigründung im Magna-Racino 1/6

Stronach-Feier nach Parteigründung im Magna-Racino

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Stronach-Feier nach Parteigründung im Magna-Racino

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Rund 2.000 Sympathisanten hörten dem austrokanadischen Unternehmer eine Stunde lang zu, als er seinen ganz persönlichen Tellerwäscher-Mythos zum Besten gab, den Euro verdammte und erklärte, wie er die Republik von Schulden und Misswirtschaft heilen will.

Einige Gesichter kennt man von jenen Veranstaltungen, bei denen BZÖ-Gründer Jörg Haider seine Reden schwang. Und auch der modische Stil ist annähernd der selbe: Anzug-Teile, Jeansjacken, Stiefel, Schnauzbart, Cowboystiefel, kurze wie enge Röcke - Stronachs Wählerpool ist bunt.

Attacken gibt es diesmal nicht nur auf heimische wie deutsche Politiker (Angela Merkel muss entweder "dumm" sein, "oder sie spielt mit den Banken zusammen").

Auch auf das nachträgliche Abfeiern des 80. Geburtstags hat Stronachs Team nicht vergessen. "My Way" und eine "Sachertorte" mit weißer Glasur beendeten die Show.

Stronachs Mitstreiter: "Ich bin der Gerhard Köfer und bin Bürgermeister von Spittal an der Drau." Oder: "E.T., Erich Tadler ist mein Name. Ich bin nicht der Außerirdische." Robert Lugar dankt seinem neuen Chef, "dass er mir die Flügel, die man mir gestutzt hat, wieder anmontiert hat".

Stronach: "Bin ein großer Fisch, jeder will ein Stück von mir"

Auszug der besten Frank-Stronach-Zitate bei der Präsentation seiner Partei.

Stronach über sich: „Ich möchte Österreich dienen. Auf meinem Grabstein soll stehen: ‚Der Stronach hat sein Wort gehalten. Er war ein guter Mensch‘.“

Österreichs-Schulden: „Die Kühlschränke sind noch sehr voll in Österreich – aber mit Schulden. Ein Baby kommt hier mit 25.000 Euro Schulden auf die Welt.“

Polit-Realität: „Politik in Österreich schaut so aus: Die Regierung sagt etwas, dann reden die Gewerkschaften und am Ende geben Häupl und der Pröll ihren Senf dazu. Der Erwin Pröll ist der größte Schmäh-Tandler.“

Sein Ziel: „Ich erwarte mir die meisten Stimmen. Ich möchte Erster werden. Ich fühle mich meinem Gewissen verpflichtet, will etwas für mein Heimatland tun.“

Sein Antrieb: „Das Hirn ist kalkulierbar, das Herz nicht. Mein Herz schlägt für Österreich.“

Wirtschaft: „Wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann funktioniert gar nichts mehr. Wenn Leute keine Arbeit haben, dann ist das ganz, ganz schlimm.“

Neuer Euro: „Der Euro, wie er jetzt existiert, funktioniert so nicht. Jedes Land soll seinen eigenen Euro haben. Ein deutscher Euro wäre 100 Cent wert, der griechische Euro 40, der italienische 60. Der österreichische würde eins zu eins sein.“

Berufs-Heer: „Ich bin für ein effizientes, kleines, schlagkräftiges Berufsheer.“

Verwaltung: „Wir haben 21 Sozialversicherungen, das sind 21 Direktoren, Aufsichtsräte. Verwaltung muss schlank werden.“

Geld: „Es ist leichter glücklich zu sein, wenn man Geld hat.“

Angela Merkel: „Entweder ist sie so dumm oder sie macht gemeinsame Sache mit den Banken.“

Über Steuern
: „Ich bin ein großer Fisch, jeder will ein Stück von mir. Hier verdiene ich zwei Millionen, zahle eine Million Steuern, habe aber keine Wertanlagen in der Schweiz.“

K. Wendl

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