Köfer wird Spitzenkandidat

Köfer wird Spitzenkandidat

Stronach tritt bei Kärnten-Wahl an

Die vom Milliardär Frank Stronach in Gründung befindliche Partei wird bei der kommenden Landtagswahl in Kärnten antreten. Das wurde am Montagabend bei einem "Arbeitsmeeting" am Hafnersee in der Gemeinde Keutschach beschlossen und am Dienstag via Aussendung bekanntgegeben. Spitzenkandidat wird der Ex-SPÖ-Abgeordnete und Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer.

Diashow Das Polit-Team von Frank Stronach

Gerhard Köfer (51)

Ex-SPÖ, Bürgermeister von Spittal/Drau. Nationalratsabgeordneter: "Kriege keinen Cent".

Robert Lugar (42)

Ex-BZÖ, "wilder Abgeordneter": Er macht nun fix mit.

Erich Tadler (54)

Ex-BZÖ, ebenfalls "wilder Abgeordneter" im Parlament.

Elisabeth Kaufmann-Bruckberger

SIe hat erst im Dezember 2011 das BZÖ-Mandat von Ewald Stadler übernommen. Ihre ersten politischen Sporen hatte sie sich in den 90er-Jahren bei den freiheitlichen Wirtschaftstreibenden verdient, beruflich war sie im Verkauf und Marketing tätig.

Stefan Markowitz

Er wechselt vom BZÖ ins Team Stronach. Damit ist er der fünfte Abgeordnete. Stronach kann nun Klubstatus im Parlament beantragen.

Waltraud Dietrich

Ex-FPÖ-Klubobfrau im steirischen Landtag, verheiratet, vier Kinder: "Bin dabei", sagt sie.

Christian Faul

der 2010 auf Druck des steirischen SPÖ-Chefs Franz Voves sein Mandat im Nationalrat zurücklegen musste. Davor hatte er für einiges Aufsehen gesorgt, etwa als er BZÖ-Mandatar Gerald Grosz attestierte, im Sternzeichen "Krokodil" zu sein: "Eine große 'Papp'n' und ein kleines Hirn."

Karin Prokop

Quereinsteigerin, der das Politische von ihrer verstorbenen Mutter, der ehemaligen Innenministerin Liese Prokop (V), und das Ehrgeizige von ihrem Vater, dem langjährigen Handball-Zampano Gunnar Prokop in die Wiege gelegt wurde.

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 "Ich habe mit maximal 50 Personen gerechnet, gekommen sind dann um die 100", sagte Köfer. Die Diskussion über ein mögliches Antreten bei der Landtagswahl habe dann rasch ein einstimmiges Ja ergeben, ebenso die Frage, ob er als Spitzenkandidat fungieren solle.

Man trete als "Team Stronach für Kärnten" auf, die offizielle Bekanntgabe des Parteinamens werde im September erfolgen. "Ob wir dann noch eine Zusatzbezeichnung hinzufügen, steht noch nicht fest", erklärte Köfer. Momentan seien Teams in den Bezirksstädten in Gründung, "wir müssen jetzt eine Infrastruktur aufbauen".

Die von SPÖ, ÖVP und Grünen am Montag angekündigten Einschränkungen im Wahlkampf stören Köfer nicht: "Materialschlacht hätte es von uns ohnehin keine gegeben, wir können mit all diesen Beschränkungen gut leben." Sicher sei auch, dass das Team Stronach auf Untergriffe verzichten werde und keine Schmutzkübel über die Mitbewerber leeren werde. "Wenn man uns attackiert, dann werden wir uns natürlich zur Wehr setzen", fügte Köfer hinzu.

Noch im September ist eine Gründungsversammlung der neuen Bewegung geplant. Ein Antreten bei der Landtagswahl würde sich laut Köfer auch bei einem Wahltermin im November noch ausgehen, mit dem Sammeln von Unterstützungserklärungen, 100 je Wahlkreis sind nötig, werde demnächst begonnen. "Wir sind für jeden Wahltermin gerüstet."

Bereits vier Mandatere?
Unterdessen wurde bekannt, dass der Stronach offenbar einen weiteren Nationalrats-Abgeordneten an Bord. Dies teilte zumindest Ex-BZÖ-Mandatar Robert Lugar, der unlängst zu Stronach gewechselt war,  mit. Details wollte er aber noch nicht preisgeben. Die Präsentation ist für Mittwoch geplant.

 Lugar hatte am Wochenende angegeben, mit mehreren Abgeordneten, auch von der ÖVP, Gespräche zu führen. Abgeblitzt war er zuletzt bei Wolfgang Spadiut und Martina Schenk (beide BZÖ). Ebenfalls zu Stronach bekannt haben sich bis dato der aus der SPÖ ausgetretene Abgeordnete Gerhard Köfer und der "wilde" Mandatar Erich Tadler (früher BZÖ).

 Wer nun zur Stronach-Truppe stößt, wollte Lugar nicht verraten - nicht einmal Angaben zum Geschlecht der Person waren ihm zu entlocken, geschweige denn zur Parteifarbe.

 Klubstatus
Wenn der Milliardär fünf Nationalratsabgeordnete zusammenbekäme, könnten sich seine Vertreter um Klubstatus bemühen. Für den Wahlkampf brächte dies einen beträchtlichen Vorteil.
 

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