Gespräche mit Ärztekammer gehen weiter

SVA-Vertrag

Gespräche mit Ärztekammer gehen weiter

Die Gespräche zwischen Gewerbe-Sozialversicherung (SVA) und Ärztekammer über den vertragslosen Zustand sollen laut Auskunft der SVA bereits nächste Woche wieder aufgenommen werden. "Es gibt eine neue Entwicklung. Es wird nächste Woche wieder miteinander gesprochen", sagte SVA-Vize-Obmann Martin Gleitsmann am Mittwochabend gegenüber der APA.

Man habe "sehr schnell das Gespräch gesucht und gefunden", so Gleitsmann. Im Laufe der nächsten Woche werde "die Spitze beider Seiten" wieder aufeinandertreffen. Zu einem möglichen Zeithorizont, wie lange der vertragslose Zustand andauern könnte, wollte sich der SVA-Vize nicht äußern. "Das ist schwer einzuschätzen", da dies vom Verlauf der Gespräche abhänge. Man werde aber alles daran setzen, dass dieser Verlauf "so kurz wie möglich" ist. Vonseiten der Ärztekammer war vorerst keine Bestätigung für eine geplante Wiederaufnahme der Gespräche zu erhalten.

Seit Dienstag müssen SVA-Versicherte beim Arzt zahlen, da sich Ärztekammer und Gewerbliche Sozialversicherung nicht auf eine neue Honorarordnung einigen konnten. Deshalb müssen die Kosten beim Mediziner vorgestreckt werden, die Gewerbliche Versicherung zahlt den größten Anteil an den Patienten nach.

Stöger über Gesprächsbereitschaft erfreut
Im Büro von Gesundheitsminister Alois Stöger (S) hat man sich über die von der SVA verkündete Absicht, ab nächster Woche mit der Ärztekammer über den derzeitigen vertragslosen Zustand weiterzuverhandeln, erfreut gezeigt. "Es war ja auch die Aufforderung des Ministers, dass solange weiterverhandelt wird, bis ein Ergebnis zustande kommt, und das soll jetzt möglichst bald sein", sagte Stögers Pressesprecherin am Mittwochabend gegenüber der APA.

Einmal mehr erinnerte man im Gesundheitsressort daran, dass im Falle eines endgültigen Scheiterns der Verhandlungen die Politik einschreiten müsse. "Insofern ist es besser, es gibt früher als später ein Ergebnis", so die Minister-Sprecherin.

Bereits am Dienstag hatte Stöger den Verhandlungspartnern eine Frist von zwei Monaten gesetzt. Danach müsse man ein Schlichtungsverfahren überlegen, hatte der Ressortchef erklärt. Weiters sei dann die Frage zu stellen, ob es eine Berechtigung für die SVA gebe, wenn sie ihr Kerngeschäft nicht erledige. Auch könne man diskutieren, warum die SVA-Versicherten nicht auch bei der Gebietskrankenkasse versichert sein können.

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