09. 02. 2010, 07:11

ÖSTERREICH-Interview

Graf Ali: "Es geht mir furchtbar"

© APA

Während in Wien ein wilder Streit um die Strafverfahren gegen Alfons Mensdorff-Pouilly tobt, traf in ÖSTERREICH in seinem Versteck im burgenländischen Luising.

Im weitläufigen Garten des tiefwinterlichen Schlosses Luising, nur einen Steinwurf von der ungarischen Grenze entfernt, patrouillieren drei riesige schwarze Labradorhunde – zur Abschreckung ungebetener Besucher.

Drinnen im noblen, frisch renovierten Domizil hat sich Österreichs prominentester Haftentlassener verschanzt: Alfons Mensdorff-Pouilly floh vor Medien, neugierigen VP-Parteifreunden und wohl auch den anklagenden Blicken der Öffentlichkeit hierher ins tiefste Südburgenland. Dorthin, wo das Wort des Schlossherrn noch quasi Gesetz ist – und er seine absolute Ruhe hat.

"Es geht mir furchtbar"
Und hier fand ihn ein ÖSTERREICH-Reporter, der ihn bat, endlich zu den schweren Vorwürfen, die bis vor kurzem wie ein Damoklesschwert in London über ihm geschwebt waren, Stellung zu nehmen. Graf Alis Antworten: „Was wollen Sie von mir?“ – „Es geht mir furchtbar“. Dann wieder Schweigen.

Seit Sonntagabend war er endlich wieder daheim: Graf Mensdorff-Poully flog – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – von London nach Wien. Seine Frau, die ehemalige VP-Ministerin Maria Rauch-Kallat war an seiner Seite. Und beide gemeinsam verflüchtigten sich prompt in das Familien-Schloß in Luising. Dort, wo Graf „Ali“ gerne VP-Prominenz“ empfängt, dort im burgenländischen Idyll , wo er immer wieder Jagdgesellschaften vom Feinsten – bis hin zur Strafanzeige wegen Bestechung von Ministern – gegeben hatte.

Gespanntes Warten auf die Justiz-Entscheidung
Hier will Mensdorff jetzt einmal abwarten, was sein Anwalt Harald Schuster an der Wiener Justiz-Front erreicht – vom völligen Freispruch wie nach dem 328-Millionen-Deal mit der Justiz in London bis zur Anklageerhebung wegen Korruption scheint derzeit alles möglich. Kein Wunder, dass Graf Ali bis auf weiteres im Nobel-Bunker zu Luising in Deckung bleibt...

ÖSTERREICH: Herr Graf, danke dass Sie nach allem was Sie durchgemacht haben, mit uns reden. Wir sind extra hierher nach Luising gekommen...
A. Mensdorff-Pouilly: Was wollen Sie von mir?

ÖSTERREICH: Mit Ihnen darüber reden, wie es zur U-Haft in London kam und was Sie zu den Vorwürfen gegen Ihre Person sagen. Und wir wollen fragen, wie es Ihnen jetzt geht.
Mensdorff-Pouilly: Na, mir geht es furchtbar. Was glauben denn Sie, wie es einem in so einer Situation geht?

ÖSTERREICH: Trotzdem würden wir gerne mit Ihnen über die konkreten Vorwürfe reden. Immerhin lösten Sie sogar einen Koalitionsstreit um Ihr Verfahren in Wien aus.
Mensdorff-Pouilly: Ich kooperiere nicht mit Medien, mein Anwalt sagte schon, wir kooperieren nur mit der Justiz.

ÖSTERREICH: Wollen Sie nicht Ihre Sicht der Dinge darstellen?
Mensdorff-Pouilly: Später. Bleiben Sie doch hier in Luising. Es ist wunderschön hier.

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mystery01 meint am 10.02.2010 08:43

wieso kann die eu über eine straftat, des herrn grafen Alfons Mensdorff-Pouilly bestimmen? in england herrschen diese gesetze und bei uns eben österreichische regeln und gesetze...sollen die engländer diese causa einstellen, aber die österreichische justiz muss den fall weiter verfolgen...warum sträubt sich die övp so dagegen? nur weil rauch kalat in der övp war?
das wird pröll u. d. partei - wieder stimmen kosten...die demontieren sich selbst...

Schaumamoi meint am 09.02.2010 13:55

Sparvorschläge der ÖVP?

Achso, die seinerzeitigen Scheinhearings werden jetzt gar nicht mehr erst abgehalten!
Das nenne ich sparsam mit dem Steuergeld umgehen!!
Auch ein mögliches Gerichtsverfahren gegen Mensdorff-Pouilly könnte man so aus „Kostengründen“ im Sand verlaufen lassen.

Die Wirtschaftspartei weiß wie man, beinahe schmerzfrei sparen kann und dass alles nur zum Wohle des kleinen Mannes!!

ÖVP vor noch ein ……!!!!!!!

KaiserinNicolaAlexandra meint am 09.02.2010 13:54

Der Alfons von Mensdorff-Pouily ist ein Schlingel. Eigentlich genießt er sogar den Wirbel um seine Person denn er weiß, wenn er auspackt, platzt nicht nur der Eurofighterdeal sondern es würde eine Masseninhaftierung stattfinden.

Sein Anwalt & die Justiz liefern nur eine Show die es braucht, damit der Skandal nicht noch eine staatstragende Partei in der Lichtenfelsgasse in die ewige Opposition oder gar aus dem Parlament hinaus befördert.

Hinter den Kulisssen läuft immer ein anderes Stück als vorm Puplikum. Die Politik ist ein schmutziges Geschäft. Die Wahrheit sei unser Volk zuzumuten.

Kaiserin Nicola Alexandra I

Dagobert0 meint am 09.02.2010 10:59

Ali Baba und die vierzig Räuber.

foxil meint am 09.02.2010 10:26

in den österreichischen Politkreisen braucht er bei uns keine Angst zu haben.
Für Parteiförderer erblindet das Auge der Justiz bei uns sehr schnell.
Wozu ist man den sonst Logenmitglied,ein Bruder läßt den anderen nicht hängen.

Musicant meint am 09.02.2010 09:20

hinter Gittern schlafen und sich gut erholen.

BADED meint am 09.02.2010 09:05

wird es Ihnen noch schlimmer ergehen, lieber Graf Ali. Und dort gehören Sie mutmaßlich hin. Mutmaßlich auch der Karlheinz.

brainticket meint am 09.02.2010 09:03

Aso!? - Während der Jagdausflüge und dem Einsacken der Provisionen fürn Waffenhandel ging es ihm vermutlich besser....
SOLCHE Unmenschen sollten ohne Wenn und Aber als das verurteilt werden was sie sind:
nämlich "Anstiftung zum und Förderung von Massenmord" während sie "die Hände in Unschuld waschen". - wie alle Waffenhändler...

Das "dämliche Volk" frisst ja eh JEDEN Sch..ß, der ihm vorgeworfen wird ohne mitzudenken.

austriacus meint am 09.02.2010 09:02

hält sich in grenzen.
ich bin nun gespannt, in welcher höhe sich die "kooperation mit der justiz" bewegen wird, damit er seine ruhe hat.
bei seinen beziehungen in höchste kreise wird das doch wohl klappen.
die justizministerin scheint ja bereits "position bezogen" zu haben.

wienerin1003 meint am 09.02.2010 08:56

wie es diesem politisch geförderten verbrecher geht?

wandern meint am 09.02.2010 08:56

würde den falschen Grafen nicht schaden ein paar Jahre hinter Gitter

caro98 meint am 09.02.2010 10:27


Einige Zeit im Häfen Wären sicher nichi schlecht für Herrn Mensdorff.Da hätte er endlich Zeit über seine Straftaten nachzudenken.Auch sein Rechtsverdreher Schuster gehörte dorthin

caro98 meint am 09.02.2010 10:27

Einige Zeit im Häfen Wären sicher nichi schlecht für Herrn Mensdorff.Da hätte er endlich Zeit über seine Straftaten nachzudenken.Auch sein Rechtsverdreher Schuster gehörte dorthin