Graf-Team bleibt trotz Radikalismus-Verdacht

"Erlaubte Bücher"

 

Graf-Team bleibt trotz Radikalismus-Verdacht

Martin Graf, umstrittener 3. Nationalratspräsident der FPÖ, ist auf Tauchstation: Seinen Mitarbeitern Sebastian Ploner und Marcus Vetter wird vorgeworfen, beim deutschen Aufruhr-Versand Bücher, T-Shirts und CDs bestellt zu haben, die rechtsextremes Gedankengut transportieren. Graf war für ÖSTERREICH nicht zu sprechen.

Mitarbeiter bleiben
An Grafs statt verteidigt FPÖ-Mandatar Harald Vilimsky Ploner &Co.: "Es gibt keinen Grund, die Leute auszutauschen. Das sind alles erlaubte Bücher.“ Ploner bestellte unter anderem ein T-Shirt mit dem Aufdruck Landser, Soldaten des Reiches und das Buch Funkenflug - Handbuch für nationale Aktivisten. Dessen Erwerb ist Minderjährigen in Deutschland verboten. Landser heißt eine Neonazi-Band, die 2005 zur kriminellen Vereinigung erklärt worden ist.

Verbreitung illegal
"§Sowas wie der Aufruhr-Versand wäre in Österreich illegal“, sagt Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW). Rechtlich sei den Graf-Mitarbeitern dennoch schwer beizukommen. "Hört man sich rechtsradikale Lieder daheim an, ist das nicht strafbar. Verboten ist die Verbreitung.“

Sommerlager
Gelegenheit dazu hätte das berüchtigte rechte Sommerlager für Kinder und Jugendliche geboten. "Wir haben das vermutet“, so Schiedel, denn Ploner gehörte die Internet-Domaine des Lagers. "Aber das ist Spekulation“, sagt der DÖW-Mitarbeiter.

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