Großmufti von Syrien fordert strengere EU-Gesetze

Gegen Islam-Hetze

Großmufti von Syrien fordert strengere EU-Gesetze

Nach den antiislamischen Aussagen der Grazer FPÖ-Politikerin Susanne Winter fordert der Großmufti von Syrien, Ahmad Bader Hassoun, strengere EU-Gesetze zum Schutz der Religionen. "Wer auch immer den Koran oder den Propheten Mohammed beleidigt, beleidigt auch die europäischen Werte", sagte der Großmufti am Dienstag in Straßburg.

Respekt vor dem Glauben anderer gefordert
"Deshalb sollte die Europäische Union ein bestimmtes Gesetz hervorbringen, das von den Menschen verlangt, den Glauben des anderen zu respektieren", sagte Hassoun, der sich anlässlich des europäischen Jahres des Dialogs der Kulturen im Europaparlament aufhielt. Der Großmufti erinnerte daran, dass er bereits während der Krise um dänische Mohammed-Karikaturen einen Brief an die Vereinten Nationen geschrieben habe, in dem er eine Gesetzgebung zum Schutz des Glaubens verlangte. Demnach sollte jede Beleidigung der Religionen als Verletzung der Menschenrechte gewertet werden, sagte er.

Rat an Moslems Österreichs
In Hinblick auf Winter meinte Hassoun: "Ich glaube, dass sie nicht weiß, was die Bedeutung von Dialog ist." Den Moslems in Österreich riet der syrische Großmufti, die Aussagen der FPÖ-Politikern "nicht anzuheizen". "Wenn sie jetzt hergingen und sie beleidigten, wären sie genauso schlecht wie sie. Wenn sie (Winter, Anm.) bereit zum Dialog ist, bin ich bereit sie zu empfangen."

Gegen Film mit Koran-Verbrennung
Hassoun sagte weiters gegenüber niederländischen Journalisten, er bemühe sich um ein Gespräch mit dem rechtspopulistischen niederländischen Abgeordneten Geert Wilders, der demnächst die Verbrennung des Koran in einem Film darstellen will. "Es gibt zwei Milliarden Kopien des Koran. Wenn Sie eine Bibel oder einen Koran verbrennen, wollen sie sie dann eliminieren? Oder ist das nur ein Akt, um Kriege und Blutvergießen anzufachen? Und ein solches Blutvergießen wäre in seiner Verantwortung", sagte der Großmufti. Auch die niederländische Bevölkerung habe die Verantwortung, Wilders von seinen Plänen abzuhalten.

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