Grüne wollen mehr Geld für die Bildung

Inverstitionen

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Grüne wollen mehr Geld für die Bildung

Die Grünen pochen darauf, Bildung und Wissenschaft von der Budgetkonsolidierung auszunehmen und mehr Geld in diese Bereiche zu investieren. Konkret fordert die Oppositionspartei zusätzlich zwei Mrd. Euro für Schulen und Hochschulen bis 2014, ein entsprechender Entschließungsantrag soll bei der nächsten Nationalratssitzung am 22. September eingebracht werden, erklärte der Abgeordnete Alexander Van der Bellen.

"Zurück in die 60er"
Die Devise der Regierung bei den Hochschulen laute "zurück in die 60er", so Van der Bellen. Bei Rankings oder dem Prozentsatz an Maturanten eines Jahrganges beispielsweise laufe Österreich anderen Staaten weit hinten nach, teilweise erreiche man nicht einmal den EU-Schnitt, ergänzte Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald. Dass die Studierenden das System mitfinanzieren sollen, sei "völlig absurd", das wäre so, als würde man von Soldaten beim Eintritt in den Wehrdienst eine Bundesheer-Gebühr verlangen, meinte Grünewald.

Nicht wettbewerbsfähig
Einer Studie zufolge würden den Universitäten bis 2015 600 Mio. Euro für Investitionen in die Infrastruktur, etwa für Forschungsinstrumente wie Laser oder Mikroskope, fehlen - "wenn ich das nicht kaufen kann, bin ich im Wettbewerb tot". Nachwuchsforscher hätten in Österreich keine Perspektiven, man verliere junge Talente ans Ausland, kritisierte Grünewald. Er appelliere an Finanzminister Josef Pröll (V) und die Regierung, keine Kürzungen vorzunehmen, sondern zu investieren.

Mehr Geld sollte es laut Bildungssprecher Harald Walser auch für die schulische Ausbildung geben. Es werde hingegen gespart und Geld im Bildungsbereich verschwendet. So betrage allein der volkswirtschaftliche Schaden des Sitzenbleibens 300 Mio. Euro. Es brauche dringend Investitionen für eine Ganztagsschule und eine gemeinsame Schule bis 14. Es sei etwa Geld für den Ausbau der Infrastruktur nötig, erklärte Van der Bellen.

Blockierer stoppen Schmied
Bildungsministerin Claudia Schmied (S) sei zwar bemüht, sehe sich aber "Blockierern" gegenüber. Dass die Länder alle Lehrer in ihren Kompetenzbereich holen wollen, sei darüber hinaus "der Gipfel einer frechen Provokation". Sollten sich die Lehrer durchsetzen, sollten sie "gefälligst" auch alles selbst zahlen und vom Bund keinen Cent mehr für "diese Art von Misswirtschaft" bekommen, so Van der Bellen.

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