Grüner Einsatz für Wissenschaftsszene

Gegen Kahlschlag

Grüner Einsatz für Wissenschaftsszene

Die Grünen wollen die "Verarmung der Wissenschaftsszene" durch die drohende Schließung wissenschaftlicher Einrichtungen und Vereine nicht hinnehmen. Bevor die vom Wissenschaftsministerium angedrohte Kürzung der Basissubvention erfolgt, sollten die betroffenen Institutionen evaluiert werden, forderten die Forschungssprecherin und der Wissenschaftssprecher der Grünen, Ruperta Lichtenecker und Kurt Grünewald, am Mittwoch in einer Aussendung. Ähnlich äußerte sich auch VP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager im "Standard" und forderte eine Rücknahme der Maßnahme.

"Kahlschlag" in der Wissenschaft.
Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) will bei Dutzenden Instituten und Vereinen 2011 die Basissubventionen um insgesamt vier Mio Euro kürzen und ab 2012 komplett streichen, was dann jährliche Einsparungen von acht Mio. Euro bringen soll. Betroffen davon sind Institutionen wie etwa das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK), das Zentrum für soziale Innovation (ZSI) oder das Erwin Schrödinger-Institut (ESI). Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen fürchten deshalb um ihre Existenz und sprechen von einem "Kahlschlag" in der Wissenschaft.

Cortolezis-Schlager (ÖVP): Karls Plan "dumm"
Mit ihren Plänen stößt Karl auch auf Widerstand in der eigenen Partei: Cortolezis-Schlager bezeichnete das Vorgehen als "dumm, bestehende Institute, die zwei Drittel ihres Budgets international einwerben, aufzulösen, wenn jetzt schon klar ist, dass sie in Zukunft verstärkt gebraucht werden".  Die internationalen Netzwerke neu aufzubauen sei um ein Vielfaches teurer als die geplanten Einsparungen brächten.

Grüne: Bund soll Forschungsstrategie veröffentlichen
Die Grünen forderten weiters, die geplante Forschungsstrategie des Bundes umgehend zu veröffentlichen und im Parlament zu diskutieren. Die  jüngsten Ankündigungen des Wissenschaftsministeriums würden für die zukünftige Ausrichtung der österreichischen Forschungspolitik "schlimmes befürchten" lassen.
 

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