Gusenbauer attackiert Strache

Nazi-Fotos

 

Gusenbauer attackiert Strache

Beim Auftauchen erster wehrsportähnlicher Fotos von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) im Jänner noch ein mildes Urteil gefällt. Aus „Jugendtorheiten“ solle man Strache „keinen Strick“ drehen, so Gusenbauer.

Nachdem Strache jetzt zugeben musste, in jungen Jahren Kontakte zur neonazistischen Wikingjugend gehabt zu haben (siehe Foto), fordert Gusenbauer eine Klarstellung.

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nahm am Mittwoch zu den Vorwürfen, wonach FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in seiner Vergangenheit mit neonazistischen Organisationen Verbindung gehabt haben soll, Stellung. Er nannte es "bedauerlich", dass sich Strache bis heute nicht klar distanziert habe.

"Jeder hat zu seiner Vergangenheit zu stehen", sagte Gusenbauer. "Wenn damals ein Widerspruch zum Rechtsstaat bestanden hätte, muss man sich heute deutlich davon distanzieren." Und es sei "bedauerlich, dass das bis heute nicht klar geschehen ist".

Keine Rücktrittsaufforderung
Eine Rücktrittsaufforderung kam vom Kanzler nicht. „Das ist eine Angelegenheit, die die FPÖ zu klären hat.“ FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl meinte, Strache habe schon „ausführlich Stellung bezogen und sich in klarer und eindeutiger Weise von allen radikalen und extremistischen politischen Strömungen distanziert“.

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