Gusenbauer meist genannter Politiker 2007

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Gusenbauer meist genannter Politiker 2007

Das ergab eine Untersuchung der APA-Tochter MediaWatch. Vizekanzler Wilhelm Molterer folgt auf dem zweiten Rang. An dritter Stelle dieses Jahresrankings liegt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich vom 1. Jänner bis 15. Dezember 2007.

Kanzler klare Nummer 1
Mit 27.934 Nennungen ist Gusenbauer mit Abstand an der Spitze des Rankings der 30 meist genannten Politiker im heurigen Jahr. 2006 war Gusenbauer mit 22.951 Nennungen noch auf dem zweiten Platz zu finden. Die höchste mediale Präsenz erreicht der Kanzler heuer im Bereich Bildungspolitik mit den Themen Uni-Quoten und Gesamtschule. Weitere wichtige Themen waren der Ortstafel-Konflikt, die Auseinandersetzung mit Tschechien um das Atomkraftwerk Temelin und die Causa Eurofighter.

Respektabstand von Molterer
Auf Rang zwei des Rankings findet sich Vizekanzler Molterer mit 16.194 Nennungen. Mediale Schwerpunkte Molterers waren vor allem die Diskussionen um die Eurofighter und die Pflege. Landeshauptmann Haider kann sich mit 14.665 Nennungen auf dem dritten Rang positionieren. Die meisten Nennungen verzeichnet Haider zur Übernahme der Kärntner Landesbank Hypo Alpe Adria durch die Bayrische Landesbank und die Übersiedelung des oberösterreichischen Bundesligavereines Pasching nach Kärnten.

Schüssel-Absturz
Wolfgang Schüssel (V), der im Vorjahr mit 30.578 Nennungen das Ranking anführte, rutscht mit 9.508 Nennungen auf den sechsten Platz ab. Der Ex-Bundeskanzler gab nach den verlorenen Nationalratswahlen den ÖVP-Parteivorsitz an Molterer ab und ersetzt diesen nun als Klubchef der Volkspartei.

Strache bester Oppositionschef
Von den Oppositionschefs positioniert sich Heinz-Christian Strache (F) mit 7.631 Nennungen auf Rang zehn des Rankings, BZÖ-Chef Peter Westenthaler mit 5.269 Nennungen auf Rang 16. Grünen-Bundessprecher Alexander Van der Bellen schafft mit 2.633 Nennungen gerade noch den Einzug in die Reihung der 30 meist genannten Politiker.

Die ÖVP ist mit zwölf Politikern die stärkste Partei im Ranking des Jahres 2007. Die SPÖ folgt mit zehn, das BZÖ mit drei Vertretern. Die Grünen sind mit zwei Akteuren, die FPÖ mit einem präsent.

Für MediaWatch-Geschäftsführer Clemens Pig hat das Jahr 2007 gezeigt, "dass die Politikberichterstattung - dem internationalen Trend folgend - von einer sehr starken Personalisierung gekennzeichnet war. Besondere Aufmerksamkeit erhielt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der über 13 Prozent aller Nennungen der Top 30 Politiker auf seine Person vereinen kann. Außerdem hat sich deutlich gezeigt, dass insgesamt die Spitzen der Parteien und Institutionen im Fokus der medialen Aufmerksamkeit standen: Im Ranking ist deutlich zu erkennen, dass sich ausnahmslos Parteichefs, Minister, Landesspitzen und Top-Funktionäre von Interessensvertretungen finden."

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