Keine Schnellschüsse
Handy-Grenzwerte werden nicht gesenkt
Die Infrastrukturministerin nimmt die Sorgen der Bevölkerung wegen der Handy-Strahlung ernst. Sie ist aber gegen Schnellschnüsse. Deswegen bleiben die Grenzwerte vorerst unverändert.
Weil Belgien Grenzwerte für die Handymasten-Strahlung eingeführt hat, ist die Diskussion um die Gefahr für die Gesundheit des Menschen auch in Österreich neu entbrannt. Infrastrukturministerin Doris Bures nimmt die Sorgen der Bevölkerung im Zusammenhang von Mobilfunk und Gesundheit sehr ernst. Eine Expertenkommission beschäftigt sich jährlich mit den neusten Studien zu diesem Thema, derzeitiger Tenor: Bei Einhaltung der Grenzwerte kommt es zu keiner gesundheitlichen Gefährdung im Umgang mit Mobilfunk.
Dennoch will Bures eine künftige Senkung der Grenzwerte nicht ausschließen. Von Schnellschüssen hält sie aber nichts.
Auch zu der belgischen Untersuchung, die die lokalen Behörden zur Senkung der Grenzwerte bewogen hat, nahm die Infrastrukturministerin Stellung. Es handelt sich dem Vernehmen nach um eine Doktorarbeit, die noch nie in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht wurden. Experten sind sich nicht sicher, ob die Erkenntnisse, die bei den Tierversuchen gewonnen wurden, direkt auf den Menschen übertragbar sind.

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Streit um Handy-Masten neu entbrannt



