Heer sucht Soldaten für Grenzeinsatz

Asylkrise

Heer sucht Soldaten für Grenzeinsatz

Peinliche Kommunikationspanne für Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ): Über sein Kabinett ließ er mitteilen, dass derzeit für den Flüchtlingseinsatz ausreichend Berufssoldaten zur Verfügung stünden. Daher müssten weder Grundwehrdiener noch Milizsoldaten (Reser visten) eingesetzt werden.

Gleichzeitig wurde dieser Tage im Heer ein Befehl des Streitkräftekommandos verbreitet, wonach Milizsoldaten gesucht werden. Die Generäle gehen davon aus, dass die Krise andauert. Denn die Reservisten sollten "eine Einsatzdauer von vier Wochen" nicht unterschreiten (siehe Faksimile).

Bewaffnet. Melden können sich die Milizsoldaten für Unterstützungsleistungen - sprich: als Kraftfahrer oder Köche -, aber auch für den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz. Damit wären sie bewaffnet und hätten eingeschränkte polizeiliche Befugnisse. In Klugs Büro wusste man zuerst nichts von der Rekrutierung. Ein Sprecher des Ministers erklärte, der Befehl bedeute nicht, dass die Miliz mobilisiert wurde, und die Aktion werde auch nicht beworben.

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