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Heinisch will nach KZ-Vergleich klagen

Klinik-Jubiläum

 

Heinisch will nach KZ-Vergleich klagen

Die Diskussion im Vorfeld des "pro:woman"-Empfangs am Donnerstagabend zieht immer weitere Kreise. SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will rechtliche Schritte gegen "möglicherweise strafrechtlich relevante Methoden" von Abtreibungsgegnern prüfen lassen: In einem Fax an die Ministerin hätten diese die gynäkologischen Ambulatorien als Massenvernichtungsstätten bezeichnet und mit Konzentrationslagern im Zweiten Weltkrieg verglichen.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Klinik "pro:woman" findet um 19.00 Uhr im Rathauskeller ein Empfang statt. In den vergangenen Tagen haben sich Abtreibungsgegner und verschiedene Politiker gegen die Feier ausgesprochen.

"Menschenverachtend"
"Das ist ein Skandal und die Umkehrung historischer Tatsachen", zeigte sich Heinisch-Hosek "empört über die menschenverachtenden Methoden". Jene, die das Recht der Frauen auf ihren eigenen Körper verteidigten, mit den Schergen des nationalsozialistischen Regimes zu vergleichen, sei ein massiver Angriff auf die Demokratie.

Schutzzonen nötig
Diese Vorgehensweisen würden einmal mehr zeigen, wie wichtig es sei, die seit fast 35 Jahren bestehende Fristenregelung mit aller Kraft zu verteidigen, so die Ministerin. Sie machten zudem die Notwendigkeit deutlich, Schutzzonen vor diesen medizinischen Institutionen einzurichten. Sie stelle sich jedenfalls schützend vor jene Frauen, die ihr Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch in Anspruch nehmen.

SPÖ-Demo vor dem Rathaus
Heinisch-Hosek wird bei einer für 18.00 Uhr angekündigten Solidaritätskundgebung der SPÖ-Frauen teilnehmen. Auch die ehemalige Frauenministerin Johanna Dohnal sowie die Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger haben ihr Kommen vor das Rathaus in Aussicht gestellt.

Gegner-Demo ebendort
Zur selben Zeit wollen dort auch Gegner der Abendveranstaltung einen "stillen Protest" abhalten.

Linke und Grüne
Linke Gruppierungen und die Wiener Grünen haben bereits für 17.00 Uhr eine Protestkundgebung unter dem Motto "Abtreibung ist Frauenrecht" anberaumt.

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