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Grasser-Prozess

Hochegger belastet Meischberger massiv

Am heutigen neunten Verhandlungstag im Grasser-Prozess hat der angeklagte Ex-Lobbyist Peter Hochegger nähere Details zum Tag geschildert, als sein Anwalt am 15. Dezember sein Teilgeständnis ankündigte. Kurz davor sei der Mitangeklagte Walter Meischberger auf ihn zugekommen und habe gemeint: "Peter, das kannst du nicht machen, wo wir jetzt so gut liegen".
 
"Es gibt kein 'Wir'. Jeder ist für seine Vergangenheit selbst verantwortlich", habe er darauf entgegnet, sagte Hochegger. Bereits bevor sein Anwalt das Teilgeständnis ankündigte, wurde es von einem Journalisten auf Twitter in Aussicht gestellt. Dazu sei es gekommen, weil er in einer Pause mit Journalisten zusammengestanden sei, und auf die Frage, wie lange das Plädoyer seines Anwaltes dauern werde, gemeint habe, es werde nicht lange dauern, nur zehn Minuten. Daraufhin habe ein Journalist getwittert, dass man mit einem Teilgeständnis rechnen könne. Daraufhin sei Meischberger auf ihn zugekommen und habe ihn darauf angesprochen, dass ein Journalist getwittert habe, er lege ein Teilgeständnis ab.
 
Die Befragung des angeklagten Ex-Lobbyisten Peter Hochegger im Grasser-Prozess durch die Anwälte des Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat heute mit scharfen Wortwechseln zwischen den Anwälten und der Staatsanwaltschaft begonnen. Richterin Marion Hohenecker musste lautstark durchgreifen: "Es geht hier nur um Zahlen, Daten und Fakten", rief sie im Gerichtssaal den Streithähnen zu.
 
 
Grassers zweiter Anwalt Norbert Wess wollte Hochegger zu den Unterlagen der Grasser-Anwälte zu den Anklage-Punkten befragen, die er in einem Power-Point-Vortrag an die Wand projizierte. Staatsanwalt Alexander Marchart widersprach heftig, denn der Angeklagte dürfe nur zu Fakten und Beweismitteln befragt werden. Weiters ergab sich ein Diskurs zwischen Wess und Marchart, ob die Anklage in der Präsentation richtig wiedergegeben worden sei.
 
Schnell griff die Richterin ein: "Wir führen dieses Verfahren nicht aufgrund von Medienberichten, es geht nicht um einen Anklagevortrag und auch nicht um eine Gegenäußerung. Wir führen das Verfahren nicht aufgrund einer Materialschlacht von 800 Seiten Anklage oder 600 Seiten Gegenäußerung", zürnte sie. "Wir führen das Verfahren aufgrund von Fakten und Tatsachen!".
 
Später sagte Hochegger in der Befragung, er habe nichts gegen irgendeinen anderen der Angeklagten. Grasser sei am Anfang des Verfahrens zu ihm gekommen, habe ihm die Hand geschüttelt und gesagt: "Peter, das gewinnen wir."
 
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