Hofer kandidiert nochmal, wenn er nicht gewinnt

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Hofer kandidiert nochmal, wenn er nicht gewinnt

Sollte er die Wahl nicht gewinnen, will Norbert Hofer in sechs Jahren ein weiteres Mal für die Bundespräsidentschaft kandidieren. Das kündigte der FPÖ-Kandidat bei der Wahlparty an. Auch wenn der Sonntag noch keine Entscheidung im Wahlkampf gebracht hatte, wurde Hofer zumindest im "Alpendorf" zum Präsidenten gewählt. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nannte ihn "Bundespräsident der Herzen".

"Wir haben heute Geschichte geschrieben", sagte Hofer zu den mehreren hundert FPÖ-Unterstützern, die im Prater-Gastgarten "Alpendorf" zwar nicht euphorisch, aber dennoch entspannt feierten. Österreich sei heute so weit, dass jeder zweite Bürger die FPÖ wähle. Für Hofer gibt es nun nur zwei Möglichkeiten: "Ich bin morgen Staatsoberhaupt der Österreicher - oder eben in sechs Jahren bei der nächsten Wahl."

Noch eine weitere Möglichkeit ließ sich der Dritte Nationalratspräsident offen: "Norbert Hofer ist Bundespräsident. Oder Norbert Hofer unterstützt Heinz-Christian Strache auf dem Weg zur Kanzlerschaft." Der freiheitliche Kandidat, der im ersten Wahlgang überraschen hoch siegt, resümierte auch den Wahlkampf und erinnerte an Untergriffe. "Man hat mich beschimpft als Behinderten." Dennoch zeigte er sich ungebrochen überzeugt: "Das Leben ist kurz, aber lange genug, um Österreich zu dienen."

Zuvor hatte Strache seinen Kandidaten gelobt. "Es ist ein unglaublich berührender Moment, das heute erleben zu dürfen", meinte er zu den in Bierlaune befindlichen FPÖ-Anhängern. Es handle sich um einen historischen Tag, Hofer habe gegen ein verkrustetes Politsystem angekämpft. Als Sieger wollte Strache Hofer noch nicht sehen,, aber: "Er ist der Bundespräsident der Herzen." Buh-Rufe gab es, als der FPÖ-Obmann über die Berichterstattung des ORF zu sprechen kam.

"Ich bin davon überzeugt, Norbert Hofer ist der von der Mehrheit gewählte und gewünschte österreichische Bundespräsident", gab Strache auch Durchhalte-Parolen bis zum Bekanntwerden des endgültigen Wahlergebnisses aus. Den Rest des Abends besorgte die John-Otti-Band. Ob die FPÖ einen möglichen Sieg am Montag gesondert feiert, stand Sonntagabend noch nicht fest.
 

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