01. Februar 2012 23:07

U-Ausschuss 

Hubert Gorbach schweigt über Geld

Zwei Stunden Verhör mit Ex-Vizekanzler:  Redet viel - sagt aber wenig.

Hubert Gorbach schweigt über Geld
© TZ ÖSTERREICH/Kernmayer
Hubert Gorbach schweigt über Geld
© APA
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Hubert Gorbach schweigt über Geld
© TZ Österreich / Singer
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Hubert Gorbach schweigt über Geld
© TZ Österreich / Kernmayer

Mittwoch, 11.21 Uhr, Parlament in Wien: Vor Lokal VI drängen sich Journalisten und Kamerateams. Es wird geschubst, gedrängelt, doch einen lässt der riesige Medienrummel völlig kalt. Bestens gelaunt und mit einem sonnigen Lächeln auf den Lippen steht Hubert Gorbach mit schwarzem Anzug und silberner Krawatte in der Menschentraube und erklärt: Fragen wolle er den Journalisten jetzt noch nicht beantworten, aber natürlich werde er vor dem Korruptionsausschuss sprechen und selbstverständlich zur Wahrheitsfindung beitragen. Spricht’s und verschwindet im Saal.

Es ist der dritte Tag des großen Korruptions-U-Ausschusses im Parlament und der erste mit prominenten Gästen. Vor Gorbach stand schon Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer den Abgeordneten Rede und Antwort. Die Universaldienstverordnung (sie regelt, was Telekom-Anbieter leisten müssen) habe der Telekom zwar viel Geld gebracht, sagte er, im Vorstand sei sie aber kaum ein Thema gewesen, von einer Vereinbarung mit Gorbach wisse er nichts.

Gorbach und Fischer vor dem U-Ausschuss
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Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss
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Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer vor dem U-Ausschuss
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Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer vor dem U-Ausschuss
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Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer vor dem U-Ausschuss
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Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer vor dem U-Ausschuss
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Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer vor dem U-Ausschuss
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Hubert Gorbach vor dem U-Ausschuss im Parlament

Keine Weisungen
Um 12.17 Uhr wird Fischer entlassen, um 12.18 Uhr (nach einer Stunde Wartezeit) betritt Gorbach das Lokal VI, strotzt vor Selbstbewusstsein. In ­einer zehnminütigen Erklärung hält er fest: Bei der Universaldienstverordnung aus dem Jahr 2006 sei alles mit rechten Dingen zugegangen. „Es ging nicht darum, einer Gruppe eine Freude zu machen. Diese Verordnung hat Qualität.“ Doch hat die Telekom gezahlt, um Vorteile zu bekommen? Gorbach: Zahlungen oder Weisungen gab es keine.

Obwohl er von den Ausschussmitgliedern ordentlich in die Zange genommen wird: Zu Zahlungen an seine Sekretärin und an eine BZÖ-nahe Werbeagentur sagt Gorbach nichts. Gegen ihn laufe ein Ermittlungsverfahren, in dem er als Beschuldigter geführt würde, und er habe das Recht, sich hier nicht zu ­äußern, meint Gorbach.

Hochegger und Gastinger werden geladen. Knalleffekt am Ende. Der U-Ausschuss lädt 13 weitere Zeugen, darunter Lobbyist Peter Hochegger, der als Drehscheibe im Lobbying der Telekom gilt – er soll am 16. Februar vor dem Ausschuss erscheinen. Weiters muss Ex-Justizministerin Karin Gastinger (BZÖ) aussagen.
 

Graf Ali im Visier

Seit Jahren ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen den Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly – im nächsten halben Jahr will die Wiener Staatsanwaltschaft den Fall nun zur Anklage bringen, so der Standard: Denn jetzt hat die britische Anti-Korruptionsbehörde die lang erwarteten Unterlagen aus ihren Ermittlungen gegen Mensdorff an die österreichischen Kollegen weitergegeben. Auch die geforderten Dokumente aus Liechtenstein sind endlich eingetroffen.

Es geht um Geldwäsche, falsche Zeugenaussage vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Eurofighter 2007 sowie Fälschung von Beweismitteln.
Konkret wirft die Justiz dem Lobbyisten vor, rund 14 Millionen Euro Schmiergeld vom Rüstungskonzern British Aerospace kassiert zu haben. Ermittelt wird bereits seit 2007. Der Fall hatte Mensdorff 2010 einige Tage U-Haft in England eingebrockt (und eine saftige Haftentschädigung eingebracht, weil das Verfahren in England eingestellt wurde).

Mit seinen Anträgen auf Einstellung des Verfahrens auch in Österreich ist der Waffen-Graf bisher aber abgeblitzt.

Mensdorff-Pouilly bestreitet alle Vorwürfe. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

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16 Postings
Er sagt nichts meint am 03.02.2012 10:43:56 ANTWORTEN >
übers Geld dann Vermögen einziehen und er redet 100%. Alles was er nicht zu 100% belegen kann ist automatisch weg. Man möchte gar nicht glauben wie schnell man sich erinnert und genau weiß woher redlich verdientes Geld kommt. Für so Leute gibt es nichts Wichtigeres als ihr Vermögen und wenn es weg sein könnte treffe ich sie am härtesten. Wenn ich bei einem Anfange hab ich´s bei allen anderen leicht denn die wissen was auf sie zukommt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
rubikon meint am 02.02.2012 19:10:12 ANTWORTEN >
Auch für ihn wird die Stunde der Wahrheit schlagen!
SilentPain meint am 02.02.2012 07:28:01 ANTWORTEN >
Wen verwundert es?
Genauso habe ich mir den U-Ausschuss vorgestellt! Ich habe von Anbeginn an gesagt, dass der Ausschuss für A.... und Friedrich ist!
Hier weiß niemand etwas! Hier kommt nichts Sinnvolles ans Tageslicht! Es ist nichts weiter als ein Puppentheater auf Kosten des Steuerzahlers!

Und ehrlich gesagt: Wer von uns würde denn vor diesen Herren auspacken? Wenn es Beweise für Korruption, Steuergeldmissbrauch und Betrug gibt, dann sollen sie eine Anzeige einbringen oder klagen! Solange die Staatsanwaltschaft und die Gerichte nicht weiterkommen, wird man dies nicht über die "politische Ecke" ermöglichen!!
Was haben sich die Damen u. Herren gedacht? Dass Gorbach, Grasser und wie sie alle heißen, vor Gabi Moser u. Peter Pilz zu heulen beginnen, die Hände über die Kopf schlagen und laut brüllen: „Ja, ich gebe es zu! Ja, ich habe Geld bekommen! Ja, ich habe Scheinfirmen zum Zwecke der Bereicherung gegründet!“ - Ihr träumt von warmen Eislutschern, oder?

Der U-Ausschuss hat NULL Rechte! Sie können niemanden zum Eid verpflichten! Sie können niemanden zu einer Aussage drängen! Sie können nicht einmal Ordnungsstrafen oder pol. Vorführungen anordnen - sogar hier müssen sie bei einem ordentlichen Gericht darum betteln!
Alle „Verdächtigen“ werden ausschließlich als Zeugen vernommen und jedem Zeugen steht das Recht zu, die Aussage zu verweigern! Niemand muss sich selbst belasten!
Leute, der Ausschuss ist das Unnötigste, dass zu Beginn dieses noch jungfräulichen Jahres ins Rollen gebracht wurde!

PS: Vertauscht die Rollen! Die Zeugen sollen Pilz & Co. befragen, denn die wissen viel mehr zu den Korruptionen als die vermeintlich Verdächtigen! Dann wird es zumindest für die Zuhörer interessanter!!
Läuft gerade meint am 01.02.2012 22:16:45 ANTWORTEN >
die ZIB 2, ist der Petzner der Verteidiger vom Herrn Gorbach ?
rubikon meint am 01.02.2012 20:38:56 ANTWORTEN >
Erinnerungslücken sind bei Menschen, die vom korrekten Weg abgehen, stets gegeben.
Einfach meint am 01.02.2012 19:39:20 ANTWORTEN >
nur peinlich das Gefasel vom BZÖ Petzner, klar dass er dem Gorbach die Stange hält, aber bei dem wundert mich das überhaupt nicht.
@Einfach meint am 01.02.2012 23:49:20
gibs zu, die stange würdest du ihm gern halten, heheh ;-))
008 meint am 01.02.2012 17:56:11 ANTWORTEN >
Nach unserem Rechtsverständnis braucht sich nun einmal niemand selbst belasten, schuldig ist man nur, wenn es einem nachgewiesen wird. Gerade die Grünen & Sozen etc. haben vehement dafür gekämpft, jetzt wundern sie sich? Es geht hier nur um eine Politshow, aber das ist ja auch etwas - monatelang in den Medien etc.
franzjosefs meint am 01.02.2012 15:57:16 ANTWORTEN >
Natürlich ist das Gesetz nicht gekauft worden. Wir sind doch keine Bananenrepublik (Democratic Republic of Chiquita). Das Gesetz war ein Geschenk an die Telekom. Und wie es so unter Freunden üblich ist, schenkte die Telekom ihrem Freund Hubsi dann 268.800 Euro.
http://gedaunknsplitta.blog.de
und die hätte sich meint am 01.02.2012 23:50:15
der kleine franz josef gern selber eingesteckt
wir verstehn;-)
mystery_ meint am 01.02.2012 15:43:06 ANTWORTEN >
ein skandal, dieser korruptions-u-usschuss....kostet nur geld und bringt "löcher" - warum wird solch ein u-auschuss überhaupt ins "leben" gerufen, wenn keiner aussagen braucht....das ist ja zum schrein*g* - freiwillig wird kein mensch aussagen, um sich vielleicht selbst zu belasten....also, fr.g. moser - u. hr. pilz wozu die show von den grünen?? habt ihr nix anders zutun? als nur zu sitzen und zu warten, bis wer aussagt? - wenn überhaupt...
Ist das ein meint am 01.02.2012 13:40:34 ANTWORTEN >
Kasperltheater oder ein Kindergarten?? Bitte ich weiß was der hat um 10 Sekunden mehr Redezeit als ich!! Für so eine unnötige Scheiße schmeißen wir Steuergelder raus wo von vorne herein schon feststeht dass es nichts bringt. Aber man braucht ja einen Grund um neue Steuern einzuführen. Wie lange müssen wir uns diesen Unfug noch gefallen lassen??
Ich habe meint am 01.02.2012 13:26:10 ANTWORTEN >
keine Wahrnehmung zu den Vorgängen ?? Wie soll man denn das verstehen, im Delirium oder was ? Eine Frechheit was da abgeht.
elmar01 meint am 01.02.2012 12:19:23 ANTWORTEN >
*Der Trog bleibt immer der Gleiche, nur die Schweine wechseln*
redhead meint am 01.02.2012 12:15:54 ANTWORTEN >
habs gestern schon geschrieben: ween diese säcke kein erinnerungsvermögen haben, erinnerungslücken haben keine wahrnehmung haben, dann gehört ihnen der führerschein abgenommen, bevor noch unschuldige personen durch einen unfall einen körperlichen schaden erleiden und diese zecken sich an nichts mehr erinnern können. armes österreich, das solche leute als einwohner hat
jaja ist so meint am 01.02.2012 08:42:22 ANTWORTEN >
Und wer glaubt dass da was rauskommt glaubt auch daran das der Weihnachtsmann gestern über die Mariahilferstraße ging.
Seiten: 1
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