Sonderthema:
Hunderte zeigen ihre Chefs an

Wien

Hunderte zeigen ihre Chefs an

Bestechung, Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, Schmiergelder – die Korruption in Österreich steht in voller Blüte. Allein im Vorjahr sollen illegale Geldflüsse wieder einen wirtschaftlichen Schaden von 27 Milliarden Euro angerichtet haben. Bis jetzt.
Denn seit Ende März dieses Jahres kann jeder auf der Whistleblower-Homepage des Justizministeriums anonym Anzeigen gegen schwarze Schafe einbringen. Und das wird auch reichlich getan.

Schon 310 Strafverfahren nach Hinweisen eingeleitet
„Bisher sind 748 Hinweise bei uns eingegangen, eine erstaunlich hohe Zahl“, findet der zuständige Staatsanwalt Erich Mayer im Gespräch mit ÖSTERREICH. Besonders häufig geht es dabei um Unregelmäßigkeiten bei Ausschreibungen, nicht gezahlte Steuern oder unrechtmäßig weitergegebenes Insiderwissen.

Aber warum eine anonyme Anzeige? „Es melden sich Insider bei uns, die durch eine öffentliche Anzeige Nachteile befürchten“, erklärt Mayer. Darunter sind auch viele Mitarbeiter, die auf diesem Weg ihren eigenen, korrupten Chef bei der Justiz anschwärzen.

40 % der Hinweise haben schon zu Ermittlungsverfahren geführt. Nur 9%  waren nicht zuverwendende Anzeigen.

button_neue_videos_20130412.png

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen