Interne BZÖ-Kritik an Haider-Erbe

Kärnten

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Interne BZÖ-Kritik an Haider-Erbe

Man könnte meinen, Jörg Haider wäre immer noch am Leben und im Amt, wenn man das Büro von Kärntens Interims-Landeshauptmann Gerhard Dörfler betritt: Überall ­Bilder des BZÖ-Gründers. Doch dessen Erbe bröckelt. Die Kärntner Landtagswahl am 1. März ist für die Partei überlebenswichtig.

Im Wahlkampf greift Dörfler daher zu harten Bandagen. Doch daran regt sich intern Kritik. Generalsekretär Martin Strutz sagte etwa am Montag im Ö1-Radio: "Ich halte von persönlichen Anschüttungen wenig.“

Anonymer Hinweis
Hintergrund: Wie ÖSTERREICH berichtete, wirft Dörfler der FPÖ vor, 200.000 Euro Kopfgeld an Haider-Intimus Mario Canori für den Wechsel vom BZÖ zur FPÖ gezahlt zu haben. Dörflers Quelle: ein anonymer Hinweis.

Vorwürfe geprüft?
"Ich kann diese Vorwürfe nicht beurteilen“, sagt Interims-BZÖ-Chef Scheibner zu ÖSTERREICH. Er stellt Dörfler aber implizit die Rute ins Fenster: "Ich gehe davon aus, dass Dörfler das geprüft hat, bevor er damit an die Öffentlichkeit gegangen ist.“

Wahlziel unklar
Vorsichtig ist man auch, was die Erfolgslatte in Kärnten anbelangt. Dörfler will ein „Ergebnis mit Vierer vorne.“ Scheibner: "Ich gebe nie Schätzungen ab.“ Er erwartet, dass das BZÖ Nummer eins bleibt. Und wenn nicht, muss Dörfler dann gehen? "Das ist Sache Kärntens“, so Scheibner.

Bundesweit wird indes der Chefposten wie eine heiße Kartoffel weitergereicht. "Wir werden darüber nach der Kärntner und Salzburger Wahl entscheiden“, sagt der Interims-Obmann.

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