Islam-Unterricht:  FPÖ-Posting sorgt für Verwunderung

Das steckt dahinter

Islam-Unterricht: FPÖ-Posting sorgt für Verwunderung

Ein Posting des FPÖ-Landesrates Gernot Darmann vom Montag sorgte für jede Menge Aufregung im Netz. Der Landesparteiobmann teilte auf Facebook einen Stundenplan, in dem islamischer Religionsunterricht eingetragen ist. Darmann kommentiert das Bild mit dem Titel: „SPÖ-Skandal in der Bildungspolitik. Islam-Unterricht für Kärntner Kinder“ dann wie folgt: „Skandal. Islamunterricht für Christen??? NEIN DANKE!!!. Das ist unfair gegenüber Kärntner Schülern und Eltern! Am 15. Oktober haben Sie eine erste Gelegenheit, dieser Politik einen Denkzettel zu verpassen. Im März 2018 wählen wir dann einen neuen Landeshauptmann.“

Die Verwunderung im Netz war groß. Zahlreiche User warfen ein, dass Schüler in Österreich je nach ihrer Religionszugehörigkeit den Religionsunterricht besuchen. Katholische Kinder besuchen den katholischen Religionsunterricht, evangelische den evangelischen und islamische Kinder eben den islamischen Religionsunterricht. Kein katholisches Kind muss daher einen islamischen Religionsunterricht besuchen.

Erfolg der FPÖ?
Die FPÖ hat nun auf nachgelegt und spricht auf Facebook von einem Erfolg. Landesparteiobmann Darmann schrieb: "Liebe Facebook-Freunde! Dank unserer großen, gemeinsamen Kraftanstrengung hat sich die politische Vernunft durchgesetzt. Es ist in diesem Fall gelungen, die Zwangsbeglückung katholischer und evangelischer Schüler mit einem islamischen Religionsunterricht zu verhindern. Dafür Danke!"

Auch dieses Posting sorgte im Netz wieder für Aufregung. In den Kommentaren zeigten sich zahlreiche User verärgert und sprachen von einer „unglaublichen Dreistigkeit“. Andere Nutzer machten sich über das Posting sogar lustig. So schrieb ein User etwa: „Ich bin übrigens dafür verantwortlich, dass die Erde am 21.12.2012 nicht untergegangen ist. Aber ich habe genug Anstand um damit nicht hausieren zu gehen.“

Gernot Darmann rechtfertigt sich aber im Gespräch mit oe24. Es sei dabei um einen konkreten einer Schülerin aus Klagenfurt gegangen. Die Eltern des Kindes seien an ihn herangetreten, weil ihr Kind eine Stunde in der Woche während des Islamischen Religionsunterrichts in der Klasse anwesend sein sollte. Dies konnte nun aber durch Gespräche verhindert werden. Die Schule hat nun eine Betreuung außerhalb des Unterrichts sichergestellt.

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