Islam ist beim Heer Nr. 2 der Religionen

Tolle Integration

© APA/Peter Lechner/HBF

Islam ist beim Heer Nr. 2 der Religionen

Fernab der Debatte um ein Integrationsressort arbeitet Verteidigungsminister Norbert Darabos an einer neuen, schärferen Ausländer-Linie der SPÖ. Im Bundesheer selbst ist er zu totaler Integration der Religionen gezwungen:

Jeder 15. Soldat bekennt sich schon zum Islam
Von 12.099 Grundwehrdienern sind 814, also jeder 15., bekennende Moslems. Damit ist der Islam – nach 10.137 Katholiken – schon die zweitstärkste Religionsgemeinschaft im Heer: Auf den Plätzen folgen die evangelischen Soldaten (457), die konfessionslosen (329) und die serbisch-orthodoxen (204).

Gegenüber ÖSTERREICH sieht der Verteidigungsminister jetzt den seit exakt drei Jahren gültigen Erlass zur „Behandlung religiöser Minderheiten im Dienstbetrieb“ als mögliche Grundlage des neuen SP-Programms: „Das Heer ist ein Musterbeispiel dafür, wie Integration funktioniert. Bei uns gibt es keine Probleme, weil beim Heer alle Religionen respektiert werden. So gibt es in der Wiener Maria-Theresien-Kaserne einen Gebetsraum für Muslime. Im Bundesheer wird Integration eben gelebt.“

Vollbart und Turban, Kippa und koscheres Catering
Und das sind die Heeres-Regeln im Detail:

  • Moslems und Angehörige anderer Konfessionen haben an ihren Feiertagen im Regelfall frei. Dafür schieben sie an katholischen Feiertagen wie Weihnachten verstärkt Dienst.
  • Die jüdische Kippa darf unter dem Helm, der Sikh-Turban etwa auch ohne Helm getragen werden.
  • Streng gläubige Muslime und Sikhs dürfen wallende Bärte tragen und sind von der Dichtheitsübung der Gasmasken befreit.
  • Die Gebetszeiten sind allen freizugeben.
  • Muslime dürfen zum Freitagsgebet, Juden zum Sabbat – dafür gibt es aber Sonntagsdienst.
  • Alle Gruppen dürfen ihre Nahrung selbst zubereiten. Oder erhalten sogar koscheres Catering.
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