29. Dezember 2009 21:12
Wien. Am 23. Dezember erklärte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in
einem ÖSTERREICH-Interview, dass man über ein „Verbot der Burka“ nachdenken
müsse, weil diese muslimische Form der Verschleierung schlicht
frauenfeindlich sei.
Nach diesem Interview wird die Ministerin jetzt massiv bedroht: Hizb
ut-Tahrir, eine in Kreisen von Terrorbekämpfern bestens bekannte – und
gefürchtete – Organisation, sandte nach Weihnachten eine dreiseitige
Protestnote „Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen“ an
ÖSTERREICH.
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Shaker Assem, in Wien ansässiger Pressesprecher der Kalifatbefürworter, die
seit 2003 in Deutschland vom dortigen Verfassungsschutz verboten sind,
ereifert sich auf drei Seiten über den Vorstoß von Heinisch-Hosek – und
„fordert alle österreichischen Muslime auf, die SPÖ nicht mehr zu
unterstützen“. ÖSTERREICH übermittelte das Schreiben noch gestern Abend dem
Bundeskriminalamt.
„Allah befiehlt: Tötet sie, wo ihr sie zu fassen kriegt“
Am
Ende dann eine ganz konkrete Drohung, wie sie etwa CIA-Experten aus Osama
bin Ladens Drohvideos kennen: „Und wisset, dass Allah streng im Strafen
ist.“ Diese Sure aus dem Koran (8:24–25) wird in Bekennerschreiben von
islamistischen Terrorgruppen gerne und oft verwendet.
Assem und seine Hintermänner, die ihr Hauptquartier im Libanon haben sollen,
gelten als gefährlich. Laut Islamforscher Guido Steinberg ist Hizb ut-Tahrir
das erste Beispiel für eine palästinensisch dominierte, aber transnationale
Organisation, die für einen globalen Gottesstaat, ein Kalifat, kämpft: „Ihr
besonders stark ausgeprägter Antisemitismus verweist noch heute auf die
Wurzeln des Kampfs gegen den Staat Israel.“
Steinberg untertreibt damit keineswegs: „Allah befiehlt: Und tötet sie, wo
immer ihr sie zu fassen bekommt“, schrieben sie 2003 in einem Pamphlet gegen
den „Zionismus“. Prompt wurde Hizb ut-Tahrir vom deutschen
Innenminister wegen „Befürwortung von Gewalt“ verboten. Wien ist seither
Hizb-ut-Tahrir-Zentrale im deutschsprachigen Raum