Jeden Tag eine Homo-Ehe

Eingetragene Partnerschaft

Jeden Tag eine Homo-Ehe

Im vergangenen Jahr haben sich in Wien 365 homosexuelle Paare verpartnern lassen. Damit verzeichnete die Bundeshauptstadt im Durchschnitt exakt eine eingetragene Partnerschaft pro Tag. Männer nutzten diese rechtliche Möglichkeit, die mit Anfang 2010 österreichweit eingeführt wurde, häufiger als Frauen: Demnach gaben sich 255 schwule Paare (70 Prozent) das Ja-Wort, zudem wurden 110 Frauenbeziehungen verpartnert, teilte die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (S) in einer Aussendung am Dienstag mit.

Eingetragene Partnerschaft
Die Statistik zeige, dass viele Paare schon lange auf die Möglichkeit der eingetragenen Partnerschaft gewartet hätten, erklärte die Ressortchefin. So wurden im ersten Halbjahr 2010 mit 224 Eintragungen deutlich mehr Verpartnerungen vollzogen als in der zweiten Jahreshälfte, als "nur" 141 Mal die "Ehe light" geschlossen wurde. Die beliebtesten Verpartnerungsmonate waren übrigens Jänner und März mit jeweils 43 Eintragungen, gefolgt von Mai mit 41. Anfang 2010 rechnete die Stadt noch mit bis zu 450 Verpartnerungen im ersten Jahr.

Alters-Statistik
Fast 60 Prozent der homosexuellen Partner, die sich im vergangenen Jahr das Ja-Wort gaben, waren zwischen 31 und 50 Jahren alt, hieß es auf APA-Nachfrage. So gingen 153 Männer und 67 Frauen im Alter von 41 bis 50 Jahren eine Partnerschaft ein. Von den 31- bis 40-Jährigen wagten 139 schwule und 60 lesbische Menschen diesen Schritt. Darüber hinaus waren 90 Personen älter als 61 Jahre (74 Männer und 16 Frauen) sowie 139 Menschen jünger als 31 Jahre (83 Männer und 56 Frauen).

Verpartnern ließen sich in der Bundeshauptstadt aber nicht nur Wiener: Laut Frauenberger hatten von den 730 Personen 80 ihren Wohnsitz in einem anderen Bundesland. Dies liege auch daran, dass in Wien mehrere Möglichkeiten für die Verpartnerung zur Auswahl stünden. 270 Paare begründeten die Partnerschaft in den Amtsräumen der zentralen Servicestelle für eingetragene Partnerschaften in Margareten. 77 Paare entschieden sich für eine feierliche Verpartnerung in Trauungssälen der Standesämter oder in Festsälen der Amtshäuser. Weitere 18 Paare erhielten ihre Urkunden an einer der mehr als 40 zur Auswahl stehenden "Traumlocations" überreicht.

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