Jugendliche löcherten Politiker bei

Fragestunde

Jugendliche löcherten Politiker bei "Speed Dating"

Einer außerparlamentarischen Fragestunde haben sich am Mittwoch Unterrichtsministern Claudia Schmied (S), Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) sowie Jugendsprecher der Parteien gestellt. Bei einem sogenannten "Speed Dating" wurden Jugendliche auf die Politiker los gelassen, um sie mit Fragen zu löchern. Brennende Themen waren - zumindest bei den beiden Regierungspolitikern - Gesamtschule, Studiengebühren und Matura Neu.

Gleiches Prinzip wie bei den bekannten Single-Treff's
42 Gespräche á 5 Minuten wurden innerhalb einer Stunde absolviert. Eingeladen zum dem "Demodating", zu dem die Initiative "Entscheidend bist du" eingeladen hatte, waren Schüler der AHS Haizingergasse im 18. Wiener Gemeindebezirk. Nicht alle Politiker waren pünktlich zu diesem Termin erschienen. ÖVP-Jugendsprecherin Silvia Fuhrmann kam zu spät zu ihrem ersten Date. Durch einen Gong wurden die Gespräche unterbrochen, dann wurde Platz gewechselt. Zu Beginn wurden die Politiker über ihre Motivation, diesen Job zu ergreifen, befragt. Nur Hahn gab zu, dass man auch "hineinrutschen" könne. SPÖ-Jugendsprecherin Laura Rudas wollte laut eigenen Angaben "die Welt verbessern."

Thema Gesamtschule sehr gefragt
Gleich zu Beginn musste sich Schmied einer Debatte über die Gesamtschule stellen. Ihre Argumentation hörte sich nicht anders an, als man es in sonstigen politischen Diskurs gewöhnt ist: "Da gibt es sehr viel Standesdenken", argumentierte sie, warum der Plan so schwer umzusetzen sei. "Bei der Lehrer-Gewerkschaft, gell?", zeigten sich zwei Schüler durchaus tagespolitisch informiert. Schmied zog einen Vergleich mit Südtirol, "das ist nicht gerade ein links-linkes Land", meinte sie. Auch eine Frage zur Zentralmatura musste Schmied beantworten: "Die Matura soll fairer sein, und ich will höchste Qualität in österreichischen Schulen."

Auch Studiengebühren interssierte viele Jugendliche
In einer Diskussion über die Studiengebühren fand sich Hahn wieder. Die Gebühren hätten sichergestellt, "dass die Studenten wirklich studieren". Das Argument zweier Schüler, manche könnten sich das Studium schwer oder gar nicht leisten, ließ Hahn nicht gelten: "Noch einmal, dafür gibt es Stipendien." Der Wissenschaftsminister muss die Schüler beeindruckt haben. "Da hat man eine andere Meinung und der überzeugt dich", meinte einer nach dem Gespräch.

Das heutige "Speed-Dating" war die erste von mehreren Veranstaltungen dieser Art. Auch andere Minister sollen noch in den Genuss kommen.

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