Juncker nennt Kern seinen

Juncker packt sein "Wienerisch" aus

Juncker nennt Kern seinen "Hawara"

Höflichkeit ist keine Zier: Die herzliche Begrüßung, die Bundespräsident Alexander van der Bellen und Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) am Montag in Brüssel zuteilwurde, war ganz offensichtlich ernst gemeint. Es sei ein besonderes Zeichen, dass Van der Bellen seine erste Reise zur EU geführt habe, freute sich Kommissionspräsident Jean Claude Juncker.

Juncker über VdB-Besuch erfreut
Er wisse, dass die Usancen einen neuen österreichischen Bundespräsidenten bisher stets in ein Nachbarland geführt hätten, zeigte sich der Luxemburger erfreut. "Ich bin froh, dass sich der Bundespräsident für Brüssel entschieden hat." Es sei ein Zeichen der Wertschätzung für das Europäische Projekt, "das für uns eine besondere Bedeutung hat."

Juncker hat Lacher auf seiner Seite
Als ganz spezielle Demonstration der gegenseitigen Wertschätzung packte der Kommissionspräsident sogar sein bestes Wienerisch aus. Er freue sich, mit Bundeskanzler Kern einen "Hawara" begrüßen zu dürfen, sagte er augenzwinkernd und hatte die Lacher damit auf seiner Seite. Ebenso beim auf den Fuß folgenden Nachsatz: In Sachfragen sei man mitunter ja auch unterschiedlicher Meinung, so der frühere konservative luxemburgische Regierungschef in Richtung des SPÖ-Kanzlers.

Kern spricht sich für Gemeinsamkeit aus
Kern forderte eine Rückbesinnung darauf, "was wir an dem Einigungsprozess haben". Man müsse sich mehr in Erinnerung rufen, dass es keinem Mitgliedsland nach dem Beitritt schlechter gegangen sein als davor. Die EU sei aber auch ein Projekt gemeinsamer Werte wie Gleichberechtigung oder der Achtung der Menschenrechte.

Große Probleme und Fragen wie jene der Sicherheit, des Wohlstands oder des sozialen Ausgleichs könnten aber nur gemeinsam gelöst werden. Dabei bedürfe es nicht nur eines Nehmens, sondern auch eines Gebens. "Wir dürfen nicht nur Europäer sein, wenn die Sonne scheint, sondern auch wenn es regnet."

VdB mit Rede im Europaparlament
Van der Bellen erinnerte daran, dass das Thema EU im langen Bundespräsidentschaftswahlkampf eine wichtige Rolle gespielt habe. "Vielleicht auch durch die tragische Fehlentscheidung des Brexit." Vor allem junge Leute seien für das Thema Europa mehr sensibilisiert worden, "als sie es vielleicht zuvor waren." Am Nachmittag wird Van der Bellen in Brüssel noch mit Ratspräsident Donald Tusk zusammentreffen. Am Dienstag ist eine Rede vor dem Europaparlament in Brüssel geplant.
 

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