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FPK zerbröselt - Nächste Abspaltung

Neuer Wirbel in Kärnten

FPK zerbröselt - Nächste Abspaltung

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Eine bis jetzt öffentlich völlig unbekannte "Initiative ehrliche Erneuerung" der Kärntner Freiheitlichen, der eigenen Angaben zufolge FPK-Bürgermeister und Vizebürgermeister sowie diverse Ortsparteichefs angehören, präsentierte heute im Klagenfurter Seepark Hotel völlig überraschend einen Gegenkandidaten zum designierten FPK-Landesparteiobmann Christian Ragger für den Parteitag am 21. April.

Bei dem Gegenkandidaten handelt es sich um Matthias Krenn, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich und Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim.

Damit steht die FPK vor der nächsten Zerreißprobe. Bis jetzt hatte es noch so ausgesehen, als würde Ruhe bei den Kärntner Freiheitlichen einkehren. Hochspannung herrschte, wen aller Krenn für sich gewinnen konnte:

Neben Erhard Veiter, Bürgermeister von Feld am See, gehören der Initiative unter anderm die Bürgermeister Gerhard Oleschko (Keutschach am See), Franz Arnold (Pörtschach), Dietmar Rauter (St. Urban), Siegfried Unterweger (Albeck) und Johann Huber (Ossiach) an. Auch der Vizebürgermeister von Klagenfurt, Albert Gunzer, ist mit dabei.

Strache nimmt's gelassen
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sieht die Differenzen in der Kärntner FPK gelassen. Jedes Mitglied der Partei könne kandidieren, sagte er zur Ankündigung des Bad Kleinkirchheimers Bürgermeisters Matthias Krenn, er werde beim FPK-Parteitag gegen den geschäftsführenden Parteichef Christian Ragger antreten. "Das ist ein völlig normaler demokratiepolitischer Vorgang", so Strache am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz.

Es sei überhaupt nicht von einer Spaltung die Rede, betonte Strache. Vielmehr sieht der Bundesparteiobmann einen "demokratischen Prozess, der positiv ist". Es gebe nun in der FPK einen Wettstreit, wer den Weg der "ehrlichen Erneuerung" besser sicherstellen könne. Dies werde am Parteitag entschieden werden. Und der Unterlegene werde dann auch das Ergebnis akzeptieren und den gewählten Landesparteichef unterstützen, gab sich Strache sicher.

Wen er persönlich besser für die Erneuerung der Partei geeignet hält, wollte Strache nicht direkt beantworten. Allerdings verwies er darauf, dass er von dem von Ragger eingeschlagenen Weg "überzeugt" sei, dieser habe die Erneuerung eingeleitet. Es sei aber so, dass in den Landesparteien die Entscheidungen von den jeweiligen Mitgliedern getroffen werden, da gebe es keine Entscheidung von oben, betonte der Parteichef.
 

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