Graz:

Kahr: "Für mich keine Tragik, aber Spielereien unverständlich"

"Für mich ist es keine Tragik, aber die Leute verstehen diese Spielereien nicht", kommentierte Elke Kahr (K) am Freitag den Umstand, dass sie als Vertreterin der zweitstärksten Kraft in der Stadt nicht zur Bürgermeisterstellvertreterin gewählt wurde. Die ihr mit einer Stimme vorgezogene Martina Schröck (S) sprach von einer "ganz neuen, herausfordernden Situation" im Gemeinderat, bei der man künftig "viel diskutieren und auch streiten müsse, um Lösungen zu finden."

Der Verdacht, dass die entscheidende ungültige Stimme, die letztlich die erste kommunistische Vizebürgermeisterin verhindert hat, den Grünen zuzurechnen ist, wurde vom Grünen Klubobmann Gerhard Wohlfahrt dementiert. Die Fraktion, von der bei den ersten beiden Wahlgängen am Donnerstag zugegebenermaßen ein Mitglied ausgeschert war, hätte am Freitag geschlossen für Kahr gestimmt, hieß es.

Bei der Wahl zu den übrigen fünf Stadtsenatsmitgliedern, bei der statutengemäß nur Pro-Stimmen zählten, wurden Gerhard Rüsch und Detlev Eisel-Eiselsberg (beide V), Lisa Rücker (G) und Elke Kahr einstimmig gewählt, Mario Eustacchio (F) musste auf neun Stimmen aus grünen und kommunistischen Reihen verzichten und kam auf 39 Voten.

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