Kampf gegen
 die deutsche Maut-Abzocke

Wien

Kampf gegen
 die deutsche Maut-Abzocke

„Das ist zu viel: Die Deutschen können sich nicht weigern, bei uns von Kufstein bis ins Zillertal Maut zu zahlen, und dann selbst kassieren“, tobt ARBÖ-Generalsekretärin Lydia Ninz gegenüber ÖSTERREICH.

Im Kampf gegen die geplante deutsche Autobahnmaut für Ausländer schalten nun Autofahrerklubs und Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) einen Gang höher. Kein Wunder: Alleine über das große deutsche (Autobahn-)Eck von Kufstein über Rosenheim bis Salzburg fahren täglich 100.000 (!) Öster­reicher.

EU-widrig
Wie berichtet, will die bayerische CSU die Maut für Ausländer über ein Hintertürchen durchsetzen: Alle müssen eine Vignette kaufen. Die Deutschen erhalten das Geld aber durch eine Rückvergütung bei der Kfz-Steuer zurück – übrig bleiben die Ausländer. „Dies wäre ein Verstoß gegen geltendes EU-Recht, der von Österreich mit Vehemenz bekämpft wird“, so ­Bures zu ÖSTERREICH.

Drohmittel
Der Sprecher des ÖAMTC, Bernhard Wiesinger, fordert die Ministerin auf, Druck zu machen: „Sie soll die Einführung der versprochenen Drei-Tages-Vignette verschieben, bis es von deutscher Seite ein Entgegenkommen gibt.“

Hintergrund: Hunderttausende Deutsche müssen derzeit zwei Zehn-Tages-Vignetten kaufen, wenn sie für 14 Tage über Tirol oder Salzburg ans Meer fahren. Unsere Drei-Tages-Vignette wäre also ein „Geschenk“ an die Deutschen.
(fuw)

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