Kampfabstimmung um Kärntner SPÖ-Chef

Rohr-Nachfolge

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Kampfabstimmung um Kärntner SPÖ-Chef

Die Kärntner SPÖ sieht einer Kampfabstimmung um den Posten des Parteichefs entgegen. Bei der Präsidiumssitzung am Montag in Klagenfurt gab es keine Einigung auf einen Kandidaten. Daher werden auf jeden Fall sowohl Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter als auch Gesundheitslandesrat Peter Kaiser in den Ring steigen.

Parteitag am 27. März wird spannend
Das Parteipräsidium wird dem Vorstand bei dessen Sitzung am 1. März sowohl Helmut Manzenreiter als auch Peter Kaiser als Kandidaten für den Parteivorsitz vorschlagen. Die Entscheidung wird von den Delegierten am Parteitag am 27. März fallen. Die Frist für die Anmeldung endet am 5. März, bis dahin kann jedes Parteimitglied seine Kandidatur bekanntgeben.

"Väter der Erneuerung"
Der scheidende Parteichef Reinhart Rohr sieht die Entscheidung über seine Nachfolge nicht als Festlegung auf den SPÖ-Spitzenkandidaten für die nächste Landtagswahl. "Beide Kandidaten werden als Väter der Erneuerung zu bezeichnen sein, denn die Frage nach dem Spitzenkandidaten stellt sich derzeit nicht." Er sei sich sicher, dass die Mitglieder der derzeitigen FPK-ÖVP-Koalition ihre Sessel nicht vorzeitig räumen und Neuwahlen in Kärnten ermöglichen würden, so der Noch-SPÖ-Chef. Er selbst werde jedenfalls im Falle, dass er aus der Landesregierung ausscheide, sein Landtagsmandat wieder annehmen.

Durchgriffsrecht contra Teamspieler
Kaiser will Ruhe in die Partei bringen und die Erneuerung vorantreiben, die in den vergangenen Monaten begonnen worden sei. Ein "Durchgriffsrecht" in personellen Fragen, wie es Manzenreiter dem Vernehmen nach gefordert hat, lehnt der Klagenfurter ab. "Ich brauche kein Durchgriffsrecht, ich bin ein Teamspieler. Personelle Entscheidungen sollten vom Vorsitzenden gemeinsam mit den Gremien getroffen werden, das gilt meiner Ansicht nach auch für Helmut Manzenreiter."

Aus fürs Hackl-Schmeißen
Egal, wie die Entscheidung ausgeht, für Rohr ist eindeutig klar, dass die SPÖ "die Erfahrung der Alten und die Energie der Jungen, die noch kommen, brauchen wird". Er ersuchte auch darum, im Vorfeld des Parteitags keine Spekulationen darüber anzustellen, welche personellen Veränderungen der eine oder andere Kandidat im Falle eines Wahlsieges vornehmen würde. Er appellierte an die Partei, die "schlechte Tradition", dass der oder die jeweilige Vorsitzende bereits kurz nach der Kür zum Chef wieder von den eigenen Leuten angegriffen werde, endlich zu beenden. "Das hat es die letzten 20 Jahre gegeben, damit muss jetzt Schluss sein."

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