Karl hofft auf verbesserte Unis

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© TZ Österreich (Kernmayer)

Karl hofft auf verbesserte Unis

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) erwartet sich durch die Studieneingangsphase eine Verbesserung der Qualität der Universitäten. Der Massenandrang in einigen Fächern sei nämlich zulasten dieser gegangen, sagte Karl nach dem Ministerrat. In überlaufenen Fächern gebe es zudem eine sehr hohe Drop-Out-Rate und es sei nicht möglich, diese in Mindeststudiendauer abzuschließen.

Das soll sich mit der Eingangsphase ändern. Wichtig sei die Einführung auch deswegen, weil man im kommenden Wintersemester einen noch höheren Andrang an deutschen Studenten erwartet. Der Gesetzesentwurf, der jetzt in Begutachtung gegangen ist, sei mit Unterrichtsminister Claudia Schmied (S) akkordiert.

ÖH fassungslos
"Fassungslos" ist die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) über den vom Wissenschaftsministerium nun zur Begutachtung ausgesendeten Entwurf einer Novelle zum Universitätsgesetz (UG), mit der die Möglichkeit für Zulassungsbeschränkungen in überlaufenen Fächern geschaffen werden soll. Der Entwurf sehe "flächendeckende Zugangsbeschränkungen vor", meint die ÖH am Dienstag in einer Aussendung, obwohl Österreich im internationalen Vergleich viel zu wenige Studierende habe. Die Studentenvertreter sprechen von einem "Feldzug der zukunftsfeindlichen Versager-Regierung gegen Studierende".

"Nachdem uns mit der Streichung der Familienbeihilfe ab 24 die Existenzgrundlage entzogen wurde, werden nun auch noch die Studienplätze beschränkt, damit noch weniger Menschen studieren können", erklärte ÖH-Chefin Sigrid Maurer (Grüne und Alternative StudentInnen, GRAS) in einer Aussendung. Im internationalen Vergleich warte auf die Hochschulen ein ähnliches Ergebnis wie für die Schulen durch PISA, "der totale Absturz", so Maurer. Die ÖH kritisiert außerdem, dass das Gesetz mit nur vier Tagen Begutachtungsfrist "durchgepeitscht" werden soll.

Heftige Kritik

Kritik kam auch von den verschiedenen Studentenfraktionen: Der Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs (VSStÖ) wirft der SPÖ vor, "die Studierenden verraten zu haben und sich von der ÖVP erpressen zu lassen". Die GRAS sehen in der Maßnahme "die endgültige Abschaffung von allem, was vom Ideal des freien Hochschulzugangs noch übrig ist". Für die Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) setzt die Regierung "ein eindeutiges Zeichen, universitäre Bildung nur noch elitären Schichten vorzubehalten".

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