Kaufte Van Staas Sohn billigen Grund?

ÖVP dementiert

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Kaufte Van Staas Sohn billigen Grund?

Der ehemalige Tiroler AK-Präsidenten Fritz Dinkhauser (V) hatte behauptet, dass Benedikt van Staa billigen Baugrund um 7,40 Euro pro Quadratmeter verkauft bekommen habe. Landesrat Anton Steixner (V) hat dies am Freitag dementiert. Die zuständige Stelle, der Landeskulturfonds (LKF), habe in der Heimatgemeinde der Van Staas keine Gründe, die Geschichte habe es nicht gegeben, versicherte er Journalisten.

ÖVP dementiert Vorwürfe
Dinkhauser hatte erklärt, dass der Sohn von Herwig van Staa Baugrund für 7,40 Euro vom LKF bekommen habe, während dessen Nachbar 300 Euro habe bezahlen müssen. "An Benni van Staa wurde kein einziger Quadratmeter Grund verkauft", meinte Steixner.

6,50 Euro aus LKF-Mitteln
Der streitbare Umweltaktivist und Kraftwerksgegner Markus Wilhelm behauptete, Dinkhauser hänge sich an seine Geschichte dran, erzähle sie aber nicht richtig. Damit mache er es Van Staa und dem Bauernbund leicht, sich herauszureden. "Richtig ist, dass der Sohn von Van Staa zur Zeit, als sein Vater nachweislich Tiwag-Aufsichtsratsmitglied war, von der Tiwag Grundstücke im Ausmaß von 10.489 Quadratmetern gekauft hat. Um umgerechnet 68.603 Euro, das heißt den Quadratmeter um rund 6,50 Euro und das höchstwahrscheinlich mit Mitteln aus dem LKF", vermutete Wilhelmer.

Das Land Tirol verdiene am LKF jährlich rund zwei Millionen Euro, erklärte Steixner. Über eine Klage gegen Dinkhauser sei diskutiert worden, von juristischer Seite sei ihnen aber abgeraten worden. "Das würde die ganze Sache am Lodern halten", sagte der Landesrat. Daher habe man sich nur zu einer Stellungnahme vor der Presse entschieden.

Der LKF versuche den Bauern in Tirol zu helfen und würde in Notsituationen deren Gründe und Höfe aufkaufen. 4.000 bäuerliche Familien seien momentan Darlehensbezieher, jährlich würden rund 200 weitere dazukommen. Insgesamt 88 Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von 316 Hektar seien im Besitz des Fonds.

Alles zur Landtagswahl in Tirol.

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